
Radio-Reenactment zum Ende des 2. Weltkrieges - Stunde Null
Die Regisseurin und Klangkünstlerin Ulrike Ruf macht mit „Stunde Null“, einem Radio-Reenactment für Pianisten und 8-Kanal Soundcollage aus originalen Radiodokumenten, das wichtigste Propagandainstrument der Nationalsozialisten am historischen Ort nacherlebbar.
Das Verstummen des Nazisenders im Frühjahr 1945 steht sinnbildlich für das Kriegsende und die „Stunde Null“. Sie verbindet sich mit dem ikonischen Stück 4‘33‘‘ von John Cage, in dem kein Ton erklingt, zu einem Möglichkeitsraum. An diesen Moment des Innehaltens, des Lauschens in die Stille, des Wahrnehmens schließt sich der Originalmitschnitt der Nocturne F-Dur op.10, №1 von P. Tschaikowski an, dem ersten klassischen Stück, das nach Kriegsende im Kleinen Sendesaal aufgenommen und an die ausgebombten Berliner gesendet wurde.
5 Aufführungen
17:30* (UA)/18:10*/ 19:30/ 20:10/ 20:45 Uhr
* Diese Aufführungen werden Video aufgezeichnet.
Lecture mit Publikumsgespräch im Foyer mit Prof. Dörte Schmidt (UdK-Berlin, Forschungsstelle Exil und Nachkriegskultur)
18:45/ 21:20Uhr
Besetzung
Ulrike Ruf: Konzept und Soundcollage
Ernst Surberg: Klavier
Carlo Grippa: Sounddesign und Klangregie
Torsten Podraza: Licht
Christina Gießmann: Produktionsleitung
Die Galerie im 1. Stock mit Wandzeitung zur Geschichte des Hauses ist geöffnet. Wir empfehlen dazu auch den Podcast “Das Haus des Rundfunks” Folge 2 + 3.
Beginn: 17:30 Uhr | Einlass: 17:00 Uhr | Dauer: je Aufführung 25 Min. / Lecture 20 Min.
Veranstalter: Ulrike Ruf in Kooperation mit Rundfunk Berlin-Brandenburg, radio 3

Weitere Informationen unter: http://www.ulrikeruf.de/projekte/Stunde-Null.html
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.