
Cartoon -
Täter - Opfer - Polizei
Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel: Karla (50) steuert auf dem Lastkahn zwar nicht durch die Weltmeere, aber schön sind diese Flusslandschaften auch.
Vor allem fährt sich hier so schön gemächlich.... Das ist ein Pröstchen wert, findet Karla und gönnt sich ein Glas Wein. Auf einem Bein kann man ja nicht stehen, das gilt auch auf dem Fluss findet Karla. Deshalb wird aus eins dann doch zwei, drei und... . Weil sie jede Biegung kennt, schippert sie trotzdem weiter. Ganz gemächlich. Aber davon merkt Karla dann irgendwann nichts mehr – sie ist eingenickt. Auch nicht, als der Lastkahn auf eine Schleuse zufährt. Über dieses Manöver wundert sich die Besatzung der Schleuse mächtig und entdeckt dann: Karla schläft. Erst wird sie per Funk mit Weckrufen versehen, dann werden Lautsprecher eingesetzt. Schließlich sogar die Sirenen zum Heulen gebracht – aber nichts hilft, Karla schläft weiter. Und der Kahn fährt auch weiter.
Erst das Rammen der Schleusenwand lässt Karla aus ihren Träumen fallen. Sie wundert sich, begreift erst mal nichts und gönnt sich dann in ihrer Kabine noch ein Beruhigungsschlückchen. Bis da plötzlich Herren in blau vor ihr stehen und sie mitnehmen. Man sieht sich vor Gericht wieder. Karla ist fassungslos – „ich weiss nicht was da passiert ist“. Der Richter hilft ihr auf die Sprünge: Sie haben getrunken, am Steuer. 1,2 Promille war im Blut. Das ist eine Gefährdung des Schiffsverkehrs und setzt Karlas gemächlichen Touren ein Ende.