Hörtipps

Podcast Lesungen | Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm © radio3
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Lesung - Gabriele Tergit: "Käsebier erobert den Kurfürstendamm"

Im Berlin der späten Weimarer Republik wird der Volkssänger Georg Käsebier in einem Zeitungsbericht zum Megastar hochstilisiert – was einen Hype auslöst: Innerhalb kürzester Zeit wird aus dem Kleinkünstler der gefeierte Held der Theater am Kurfürstendamm, um den sich die High Society, windige Investoren und die Ufa reißen.

Gelesen von Ilja Richter

Wolf Haas © Rainer Iglar
Rainer Iglar

Live aus dem Großen Sendesaal des rbb - Die Schöne Lesung: "Wackelkontakt" von Wolf Haas

Kaum ein Autor ruft mit seinen Büchern so verschiedenenartige Formen des Lachens hervor wie Wolf Haas: Kaputtlachen aufgrund der grandiosen Komik. Ogott-Lachen aufgrund des schwarzen Humors. Staunendes Auflachen aufgrund der hirnverdrehenden Handlungsverläufe. Stilles, trauriges Lachen an den melancholischen Stellen. Dazwischen durchgehendes Lächeln, weil seine Bücher so einzigartig sind – jetzt nachhören!

Die vergangenen 7 Tage

  • Tanz und Theater © radio3
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    - "Große Gewinne Schwere Verluste" von Schorsch Kamerun

    Heute Abend hat in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in Berlin die Produktion "Große Gewinne Schwere Verluste" Premiere. Sie wirft einen Blick in die mögliche Zukunft. Es geht um Fragen wie: Sind Pazifisten nur noch Idioten? Eure Jugend kennt keine Toten? Wegen welcher Gewinne und trotz was für Verluste? Mit schmutzigen oder sauberen Siegen? Der Musiker Schorsch Kamerun von der Band "Die goldenen Zitronen" hat diesen Theaterabend inszeniert. Und unsere Theaterkritikerin Barbara Behrend hat ihn sich vorab angesehen.
    Tanz und Theater © radio3
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    - Heute startet das FIND , Festival Internationale Dramatik

    Die Schaubühne bringt mit dem FIND, Festival Internationale Neue Dramatik, auch dieses Jahr wieder spannende internationale Theaterschaffende und Inszenierungen nach Berlin. Unsere Reporterin Andrea Handels ist live vor Ort spricht mit dem Intendanten der Schaubühne Thomas Ostermeier über das diesjährige Programm und die Künstlerin in Fokus.
    Tanz und Theater © radio3
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    - Milo Rau bei der Diskussionsreihe "Streitraum" im Rahmen des FIND

    Was der Regisseur und Theaterautor Milo Rau, der zurzeit die Wiener Festwochen leitet, zu den aktuellen kulturpolitischen Debatten zu sagen hat - zu Sparmaßnahmen, Rechtsruck und den Möglichkeiten des internationalen Kulturaustauschs - das kann man am Sonntag bei einer Diskussion der Reihe "Streitraum" im Rahmen des FIND-Festivals an der Berliner Schaubühne erleben. Oliver Kranz hat Milo Rau schon vorab getroffen und ihn nach seiner Meinung zu den Sparmaßnahmen gefragt, die es heute in vielen Ländern gibt.
    Tanz und Theater © radio3
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    - Der Regisseur Milo Rau zu seinem Stück "Medea's Kinderen"

    FIND - das ist die Abkürzung für das Festival Internationale Neue Dramatik, das heute an der Schaubühne beginnt, u.a. mit der Produktion "Medea's Kinderen" von Milo Rau. Sie ist im vorigen Jahr am NTGent in Belgien herausgekommen, wo Rau fünf Jahre lang Künstlerischer Leiter war. Das Thema ist düster: eine Mutter bringt ihre Kinder um - man kennt das aus der antiken Tragödie. Milo Rau koppelt die Geschichte an einen realen Kriminalfall und lässt sie von Kindern spielen. Warum, das hat er radio3-Reporter Oliver Kranz erzählt.
    Musikalische Stolpersteine © Akademie der Künste, Hans-Heller-Archiv| © Simon Pauly | © National Library of Israel, Schwadron Collection | Grafik: Christine Schöniger
    Akademie der Künste, Hans-Heller-Archiv| Simon Pauly | National Library of Israel, Schwadron Collection | Grafik: Christine Schöniger

    - Simon Stranger: "Museum der Mörder und Lebensretter"

    Musikalische Stolpersteine
    Kultur aktuell; © radio3
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    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: "Die Kunst der Anderen"

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD tauschen dazu gegenseitig aktuelle Beiträge aus. Heute hören wir die Reihe "Die Kunst der Anderen" von SWR Kultur. Darin stellt der Musiker Herwig Mitteregger das Album "Led Zeppelin II" vor. Fabian Elsäßer hat ihn dafür getroffen.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Der radio3-Kultursalon: Der Gute Salon

    Die rbb-Kulturjournalistin Petra Gute begrüßt in ihrem Salon in der radio3 Dachlounge großartige Gäste aus der vielfältigen Berliner und Brandenburger Kulturlandschaft. Zu Gast werden Intendantinnen und Intendanten sein, Schauspielerinnen und Schauspieler, Sängerinnen und Sänger, Autorinnen und Autoren. Dabei soll es nicht nur über ihre Kunst, neue Produktionen oder den Alltag gehen, sondern um den Menschen hinter der offiziellen Funktion. Am 9. April 2025 ist die Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin Katharine Mehrling zu Gast bei Petra Gute.
    Literatur aktuell © radio3
    radio3

    - Nacht der Bibliotheken: Die Unibibliothek Cottbus-Senftenberg

    Unter dem Motto "Wissen. Teilen. Entdecken." findet heute - zum ersten Mal bundesweit - die Nacht der Bibliotheken statt. Kleine und große Bibliotheken, Spezialbibliotheken, öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken machen mit und zeigen ihre vielfältigen Angebote. Auch in der Universitätsbibliothek Cottbus-Senftenberg sind zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Lesungen und Führungen geplant. Über das Programm sprechen wir auf radio3 mit der Koordinatorin Sophia Hörmannsdorfer.
    Tanz und Theater © radio3
    radio3

    - Öffentliche Stiftung als neues Modell für die Berliner Bühnen?

    Werden die Berliner Bühnen privatisiert? Die Sorge geht um bei den Berliner Theatern, radio3 hat heute Morgen darüber berichtet, eine rbb-Anfrage an den Senat blieb unbeantwortet. Inzwischen hat sich der Senat beim rbb gemeldet und klargestellt: es wird nicht privatisiert. Im offenen Gespräch seien aber mögliche Rechtsformen wie öffentliche Stiftungen. Was das für die Theater bedeuten könnte, erklärt auf Prof. Thomas Schmidt, der in Frankfurt am Main zu Theater- und Orchestermanagement forscht.
    radio3 Klassiksplits © Colourbox/ Montage: radio3/Christine Schöniger
    Colourbox/ Montage: radio3/Christine Schöniger

    - Klasiksplits Test

    Klassiksplits! Test!
    Das Wort zum Schabbat; © radio3
    radio3

    - Das Wort zum Schabbat

    +++ Ansprache: Rabbiner Ran Vernikovsky, Mainz +++ Gesang: Europäischer Synagogalchor mit "Tow lehodos" +++
    Neue Musik; © radio3

    - Mit Fanny Tanck

    Rückblick Opera Lounge, Haydn und andere Soul Saver.
    Eine Kundgebung der Opposition in der Türkei - mit einem aufblasbaren "Pikachu" im Bild, das zu einem der Symbole der Proteste geworden ist.
    picture alliance / abaca | Ugur Can/ABACA

    - Mit Pikachu, Derwishen und Musik gegen Erdoğan

    Es sind Bilder, die um die Welt gehen: Die Fotos von einem Derwish mit Gasmaske, der vor einer Mauer türkischer Polizisten in Schutzkleidung steht, oder das Video, das zeigt, wie ein Demonstrant im Pikachu-Kostüm vor der Polizei wegrennt. Die niedliche Pokémon-Figur ist zur Symbolfigur des Widerstandes geworden. Auch mit Songs wird in der Türkei gegen Präsident Erdoğan demonstriert. Welche Rolle spielt Kreativität bei den Protesten in der Türkei? Und wie positionieren sich Künstler und Kreative? Darüber berichtet Benjamin Weber aus Instanbul.

    Claudia Piñeiro: Die Zeit der Fliegen; © Unionsverlag
    Unionsverlag

    - Claudia Piñeiro: "Die Zeit der Fliegen"

    "Neue Männer braucht das Land": So lautete einst die Parole der Frauenbewegung, nach dem Hit von Ina Deter aus dem Jahr 1982. Das ist lange her. Wenn man die Gegenwartsliteratur zum Maßstab nimmt, dann gilt für die emanzipierten Frauen von heute: "Männer? Die brauchen wir nicht mehr." Ein aktuelles Beispiel aus diesem Spektrum stellt unser Literaturkritiker Jörg Magenau heute vor: "Die Zeit der Fliegen", der neue Roman der argentinischen Autorin Claudia Piñeiro.
    Alexander Solloch, Journalist u. Autor © privat
    privat

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: "NachGedacht"

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus und regionale Vielfalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit charakteristischen Rubriken - von Literaturempfehlungen bis hin zu Kunstwerken aus der Region. Damit wird die Vielfalt des ARD-Netzwerks gefeiert. Heute präsentiert radio3 eine Kolumne von NDR Kultur mit dem Titel: "NachGedacht": Es geht um die 20er Jahre - Eine Betrachtung von Alexander Solloch.
    Jana Hensel © Dominik Butzmann
    Dominik Butzmann

    - Braucht der Osten mehr Geld?

    Wie kann die Wirtschaft in Ostdeutschland gestärkt werden? Das war das Thema bei der Konferenz der ostdeutschen Regierungschefs, die gestern in Berlin stattgefunden hat. In einem vorab veröffentlichten Papier heißt es - auch mit Blick auf die Wahlerfolge der AfD im Osten: "Ostdeutschland ist nach wie vor durch strukturelle Besonderheiten geprägt, die eine spezifische politische Antwort erfordern." Zum Beispiel nennen die Ost-Ministerpräsidenten Wirtschaftsförderungen für kleinere Betriebe, Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum oder niedrigere Energiekosten. Alles Dinge, die es nicht gratis gibt. Braucht der Osten mehr Geld? Das ist heute unsere Frage des Tages. Es antwortet die Autorin und Journalistin Jana Hensel.
    Christiane Karg; © Gisela Schenker
    Gisela Schenker

    - Pierre Boulez Saal: Christiane Karg, Malcolm Martineau & Helmut Mooshammer

    Liederabende fanden im 19. Jahrhundert immer auch mit Gedichtrezitationen statt. Diese Tradition wird bei einem Konzert im Pierre Boulez Saal aufgegriffen. Im Zentrum der Lieder und Texte stehen markante Frauengestalten: Ophelia, Mignon und Mary von Schottland. Rezitator ist Helmut Mooshammer. Clemens Goldberg hat den Abend für uns besucht.
    Krisen, Kürzungen, Konsequenzen: Wie weiter in der Berliner Kultur? © Thomas Ernst
    Thomas Ernst

    - Neues Modell für die Berliner Bühnen - sinnvolle Entscheidung?

    Der Berliner Senat diskutiert derzeit mit den Leitungen der landeseigenen Theater über eine mögliche Privatisierung aller landeseigenen Bühnen. Im Gespräch ist dabei, wie eben gehört, die Überführung der Bühnen in eine Stiftung oder in einzelne gGmbH. Auch eine Zusammenlegung von Werkstätten und Verwaltungseinheiten soll zur Diskussion stehen. Die Maßnahmen sollen helfen, die Sparziele im Kulturbereich umzusetzen. Details dazu sollen nächste Woche zwischen Theaterleitungen und dem Regierenden Bürgermeister Wegner besprochen werden. Auf radio3 sprechen wir mit Daniel Wesener, er ist Sprecher für Kulturfinanzierung der Grünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und kennt die Hintergründe der aktuellen Diskussionen.
    Die Fassade des Deutschen Theaters in Berlin ist in Sonnenlicht getaucht (Quelle: dpa/Schoening).
    dpa/Schoening

    - Werden die Berliner Bühnen privatisiert?

    Nach Recherchen des RBB befürchten gerade die Berliner Bühnen, dass der Senat eine Privatisierung der landeseigenen Häuser plane. Und das würde Volksbühne, Deutsches Theater, Gorki, Theater an der Parkaue und Konzerthaus treffen. Bei den Beschäftigten geht wegen der vielen Gerüchte die Angst um den Job um. Hintergrund sind natürlich die massiven Einsparungen im Kulturbereich, in diesem Jahr 130 Millionen aber auch 2026 und 2027 müssen auch nochmals zusätzlich Millionenbeträge gespart werden. Was vor allem die Beschäftigten fürchten, weiß Nathalie Daiber vom rbb-Kulturrechercheteam.   
    Olga Martynova © IMAGO / Sven Simon / Anke Waelischmiller
    IMAGO / Sven Simon / Anke Waelischmiller

    - Olga Martynova erhält Peter-Huchel-Preis 2025

    Der diesjährige Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht an die 1962 in Krasnojarsk geborene und in Frankfurt am Main lebende Lyrikerin Olga Martynova. Die Jury würdigte den im S. Fischer Verlag erschienenen Gedichtband „Such nach dem Namen des Windes“ als herausragende Neuerscheinung des Jahres 2024. Der mit 15.000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis wurde gestern, am 3. April, dem Geburtstag des Lyrikers Peter Huchel, verliehen. Marie-Dominique Wetzel berichtet.
    Die beiden Microsoft-Gründer Bill Gates (re.) und Paul Allen (li.) aufgenommen im Jahr 1981; © picture-alliance/dpa/Microsoft
    picture-alliance/dpa/Microsoft

    - 50. Jahrestag: Gründung des Software-Unternehmens Microsoft

    Heute vor 50 Jahren gründeten Bill Gates und Paul Allen die Software-Firma Microsoft. Till Kohlwes berichtet.
    Bedrich Smetana Statue an der Moldau © IMAGO/Dreamstime/Pytyczech
    IMAGO/Dreamstime/Pytyczech

    - Smetanas "Moldau" vor 150 Jahren uraufgeführt

    Am 4.4.1875 wurde die „Moldau“ uraufgeführt, der berühmteste Teil von Bedrich Smetanas symphonischem Zyklus „Mein Vaterland - Ma Vlast“. Bis heute ist die Komposition weltweit bekannt - und in Tschechien eine Art Nationalheiligtum. Obwohl es bei der Uraufführung auch kritische Stimmen gab. Kilian Kirchgessner berichtet aus Prag.
  • radio3 Jazz © radio3
    radio3

    - radio3 Jazz - 03.04.2025

    radio3 Jazz; © radio3

    - Jazz Nord Ost Magazin - Neues aus dem Norden

    Das Jazzmagazin von NDR Kultur und radio3 greift aktuelle Themen auf und hat wie immer: Konzerttipps für den Norden und den Berliner Raum sowie CD-Empfehlungen. Am Mikrofon ist Holger Zimmer. Heute gibt es viele Entdeckungen aus dem Norden.
    radio3 Konzert; © radio3
    radio3

    - radio3 Konzert - 03.04.2025

    Entdecken Sie die ganze Vielfalt der Musiklandschaft in Berlin und Brandenburg. Erleben Sie aktuelle Live-Aufnahmen aus der Berliner Philharmonie oder dem Konzerthaus Berlin sowie dem Nikolaisaal in Potsdam, von den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci oder aus der Uckermark.

    Forum Offene Gesellschaft der Leipziger Buchmesse | Valerie Schönian, Natascha Freundel und Roger de Weck © Elisabeth Friedrich/ ARTEFAKT Kulturkonzepte
    Elisabeth Friedrich/ ARTEFAKT Kulturkonzepte

    - Verantwortung und Zukunft des Journalismus

    Die Debatte mit Natascha Freundel, Valerie Schönian und Roger de Weck --- In Kooperation mit dem Forum Offene Gesellschaft der Leipziger Buchmesse --- "Aufregung zerstört Aufmerksamkeit." (Roger de Weck) --- Wir müssen den Journalismus vor den Medien retten, das ist Roger de Wecks Aufforderung an alle Journalisten, gerade auch der jüngeren Generation. Für ihn ist Journalismus kein Job, sondern eine Leidenschaft – für Fakten, gegen die Macht. Ohne kritischen Journalismus keine Demokratie. Aber was, wenn der Medienbetrieb auf Meinungen statt Recherchen setzt, auf Klickzahlen statt Interesse, auf Aufregung statt Aufmerksamkeit? Valerie Schönian, die für die „Zeit im Osten“ arbeitet, sieht vor allem die Lokalzeitungen in großer Bedrängnis. Wo gerade heute intensive Recherchen stattfinden sollten, bricht die journalistische Infrastruktur weg. Brauchen wir „Journalismuspolitik“ oder mehr journalistisches Selbstbewusstsein – auf allen Plattformen? --- Valerie Schönian ist freie Journalistin und Autorin, u.a. für "Die Zeit im Osten". 2020 erschien ihr Buch „Ostbewusstsein. Warum Nachwendekinder für den Osten streiten und was das für die Deutsche Einheit bedeutet“ (Piper). --- Roger de Weck war Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft sowie im Zukunftsrat für Reformen bei ARD, ZDF und Deutschlandfunk. Sein aktuelles Buch heißt „Das Prinzip Trotzdem. Warum wir den Journalismus vor den Medien retten müssen“ (Suhrkamp). --- Mehr Infos s. www.radiodrei.de/derzweitegedanke --- Schreiben Sie uns gern direkt an derzweitegedanke@radiodrei.de
    Literatur aktuell © radio3
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    - Berlin Bebelplatz - eine Buchmesse der russischsprachigen Literatur

    Als Russland vor drei Jahren mit voller Kraft die Ukraine angriff, wurden Stimmen laut, die einen Boykott russischer Kultur forderten. Dazu ist es nie gekommen, aber russischsprachige Autoren haben es trotzdem schwer - auch wenn sie den Krieg verurteilen. Heute beginnt in Berlin eine Buchmesse, die diesen Autoren helfen soll. Sie nennt sich „Berlin-Bebelplatz“, weil sie an die Bücherverbrennung im Jahr 1933 erinnern will. Das Putin-Regime verfolge oppositionelle Autoren ebenso wie die Nazis, betonen die Organisatoren. - Nun soll für russischsprachige Exil-Literatur ein neuer Markt geschaffen werden. Wie - das erklärt uns Oliver Kranz.
    Literatur aktuell © radio3
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    - Drei Bücher, die aus US-Schulbibliotheken verbannt wurden

    Nicht selten sind es Klassiker, mehrfach ausgezeichnet, Werke berühmter Autorinnen und Autoren – und dennoch landen sie auf einer Verbotsliste. In den USA gibt es jedes Jahr dazu zahlreiche Anträge meist religiöser oder politischer Gruppierungen. Nichts für Kinder und Jugendliche, sagen sie. Sie verlangen die Entfernung ihnen unliebsamer Literatur aus den Lehrplänen und Schulbibliotheken. Viele Anträge scheitern, doch immer häufiger werden bestimmte Bücher aus den Bibliotheken entfernt. Doris Anselm hat sich drei davon angesehen und über solche „Verbannungen“ nachgedacht.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Bunker-Schulen im Untergrund von Charkiw

    So gut wie täglich beschießt Russland ukrainische Städte - mit Raketen und Kampfdrohnen. Besonders hart trifft es die Städte in der Nähe der russischen Grenze, allen voran Charkiw, wo vor dem Krieg rund 1,5 Millionen Menschen wohnten. Gestern Abend gab es in weniger als einer Stunde 14 Angriffe auf die Stadt. Schulbetrieb ist unter diesen Umständen nicht möglich. Zu oft müssten die Schülerinnen und Schüler wegen Luftalarms in die Schutzbunker. Deshalb hat die Stadt Charkiw in diesem Jahr die ersten beiden Schulen unter der Erde in Betrieb genommen - Bunkerschulen also. Ein Beitrag von Florian Kellermann.
    Gast im Studio © radio3
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    - Tobias Meinhart zu seinem neuen Album "Sonic River"

    Seit 15 Jahren lebt der Jazzmusiker Tobias Meinhart in New York. Dort hat sich der Saxofonist auch einen Namen gemacht. Immer wieder kehrt er nach Berlin zurück, "um sich zu erholen". Über sein neues Album "Sonic River", die unterschiedlichen Jazzszenen in Berlin und New York sowie die politischen Diskussionen unter Musiker*innen seit der Wiederwahl von Trump spricht Tobias Meinhart im Gastgespräch auf radio3.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Der öffentliche Rundfunk in der Slowakei

    Die öffentlich-rechtlichen Sender stehen in Deutschland immer mehr unter Druck. Reformen, Einsparungen, Kürzungen. Manche wollen die öffentlich-rechtlichen Medien gar ganz abschaffen. Was das bedeuten würde, können wir aktuell in der Slowakei beobachten. Seit über 10 Monaten gibt es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr, dafür einen Staatsfunk. Marianne Allweis erklärt, was sich im Land seither geändert hat.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: "Nachtradio" - Mini-Feature vom SWR

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD tauschen dazu gegenseitig aktuelle Beiträge aus. Heute hören wir ein Mini-Feature vom Südwestrundfunk - und es geht ums "Nachtradio". Der Autor Max Knieriemen hat sich gefragt, was des nachts so gesendet wird - und welche Menschen dann eigentlich zuhören.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Buchenwald-Gedenkfeier ohne Omri Boehm

    Anlässlich des 11. April, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald, findet dieses Wochenende eine Gedenkveranstaltung statt. Der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm sollte eine Rede halten. Doch die Bitte wurde zurückgezogen, denn es habe sich ein Konflikt mit der israelischen Regierung angebahnt, so der Leiter der Gedenkstätte Jens-Christian Wagner. Auf radio3 erklärt er seine Entscheidung.
    Kunst aktuell © radio3
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    - Platz für Kunst: "Consider Listening" in der Fahrbereitschaft

    Wo einst der Fuhrpark der SED untergebracht war, ist heute ein lebhafter Kunst- und Atelierstandort: die Fahrbereitschaft in Berlin-Lichtenberg. Vor zwölf Jahren hat die Kunstsammler-Familie Haubrok das Areal gekauft. Am Sonntag eröffnet dort eine neue Ausstellung mit dem Titel „Consider Listening“, also „Ziehe in Betracht, zuzuhören“, mit Werken vieler bekannter Künstler*innen. Andrea Handels konnte schon einiges sehen.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Die Aufmacher: Brauchen wir Maßnahmen gegen frauenfeindliche Radikalisierung?

    Dank der Serie "Adolescence" sind die Themen toxische Männlichkeit und Frauenhass in der breiten Öffentlichkeit angekommen. In der ersten Woche belegte die Serie über einen 13-Jährigen, der verdächtigt wird, eine Mitschülerin umgebracht zu haben, in 79 Ländern den Spitzenplatz der Netflix-Charts. Die britische Regierung diskutiert bereits, ob sie im Schulunterricht zur Prävention gezeigt werden soll. Endlich, sagt Carolin Wiedemann: Maßnahmen gegen die misogyne und queerfeindliche Radikalisierung junger Männer sind bitter nötig.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Hört Elon Musk als Trump-Berater auf?

    Der umstrittene Tech-Milliardär Elon Musk zieht sich möglicherweise als Berater von US-Präsident Donald Trump zurück. Das berichtet zumindest das US-Magazin "Politico". Trump habe seinem engsten Beraterkreis mitgeteilt, dass Elon Musk in den kommenden Wochen aussteigen werde. Trump-Sprecherin Karoline Leavitt wies die Berichte als "garbage" - "Müll" - zurück. Ein hartes Dementi lieferte sie jedoch nicht. Was könnte an den Berichten dran sein? Auf radio3 sprechen wir mit der Politikwissenschaftlerin und Nordamerika-Expertin Laura von Daniels von der Stiftung Wissenschaft und Politik.
    Literatur aktuell © radio3
    radio3

    - Comic des Monats: "Sonntag" von Olivier Schrauwen

    Was gibt es über einen vertrödelten Sonntag zu erzählen? Ziemlich viel, hat der Wahlberliner Comickünstler Olivier Schrauwen gerade bewiesen. Auf knapp 500 Seiten erzählt er von einem Sonntag seines Cousins Thibault. Viel passiert nicht an dem Tag – und trotzdem ist dieser Comic ungeheuer spannend. Genau deshalb ist er der radio3 Comic des Monats April. Andrea Heinze stellt ihn vor.
    Friedrich Küppersbusch © picture alliance/dpa | Horst Galuschka
    picture alliance/dpa | Horst Galuschka

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: "Auf ein Wort" mit Friedrich Küppersbusch

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit charakteristischen Rubriken - von Literaturempfehlungen bis hin zu Kunstwerken aus der Region. Das spiegelt Vielfalt der ARD wider. Heute übernehmen wir eine Rubrik von Radio Bremen: "Auf ein Wort" mit Friedrich Küppersbusch.
    Gast im Studio © radio3
    radio3

    - Wieviel Proporz verträgt das Bundeskabinett?

    Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD sind in vollem Gange und eigentlich wird erst am Ende entschieden, wer welchen Ministerposten bekommt. Trotzdem kursieren schon Gerüchte und es gibt Befürchtungen, das Kabinett könnte zu männlich und zu westdeutsch werden. Nach dem sächsischen Ministerpräsident Kretschmer hat deswegen gestern auch Brandenburgs Regierungschef Woidke gefordert, dass ein Fünftel der Ministerämter mit Ostdeutschen besetzt wird. Aber was ist mit Minister*innen mit Migrationsgeschichte? Und sollte es nicht eigentlich um die beste Qualifikation gehen? Wir fragen unsere Kommentatorin Nicole Diekmann in der "Frage des Tages": Wieviel Proporz verträgt das Bundeskabinett?
    Die Frage des Tages © radio3
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    - Wieviel Proporz verträgt das Bundeskabinett?

    Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD sind in vollem Gange und eigentlich wird erst am Ende entschieden, wer welchen Ministerposten bekommt. Trotzdem kursieren schon Gerüchte und es gibt Befürchtungen, das Kabinett könnte zu männlich und zu westdeutsch werden. Nach dem sächsischen Ministerpräsident Kretschmer hat deswegen gestern auch Brandenburgs Regierungschef Woidke gefordert, dass ein Fünftel der Ministerämter mit Ostdeutschen besetzt wird. Aber was ist mit Minister*innen mit Migrationsgeschichte? Und sollte es nicht eigentlich um die beste Qualifikation gehen? Wir fragen unsere Kommentatorin Nicole Diekmann in der "Frage des Tages": Wieviel Proporz verträgt das Bundeskabinett?
    Tanz und Theater © radio3
    radio3

    - Bar jeder Vernunft: Ursli Pfister - Peggy March, Frau Huggenberger und ich

    Kennen Sie noch den Namen Peggy March? Oder das Lied "Mit 17 hat man noch Träume", denn das war ihr Hit. Die Amerikanerin war in den 1970er und 1980er Jahren zu den erfolgreichsten Schlagersängerinnen hierzulande. Und genau in diese Zeit versetzt uns die neue Show in der Bar jeder Vernunft: Sie heißt "Ursli Pfister - Peggy March, Frau Huggenberger und ich". Unser Kritiker Kai Luehrs-Kaiser war dabei.
    Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Polen – TV TVP © picture alliance / Anadolu | Omar Marques
    picture alliance / Anadolu | Omar Marques

    - 75 Jahre ARD: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Polen

    Seit einiger Zeit schon wird in Deutschland die Kritik an dem Öffentlich-rechtlichen Rundfunk lauter: Er sei zu teuer, würde nicht genügend die Meinungsvielfalt in der Gesellschaft abbilden und auf das neue digitale Zeitalter nicht angemessen ausgerichtet sein.

    Wie sieht es in anderen europäischen Ländern aus? Anlässlich des 75. Jubiläums der ARD fragen wir auf radio3 unsere Korrespondenten – ein Netzwerk, das unsere Berichterstattung ausmacht und uns ermöglicht, immer wieder neue Perspektiven in unser Programm zu holen.

    Heute schließen wir die Reihe mit Polen ab: Wie klappt die Rückkehr zu einem unabhängigen Rundfunk nach dem Sturz der PIS-Regierung? Das weiß Martin Adam.

    Zahlreiche Neuwagen der Marke Volkswagen stehen zur Verladung im Hafen bereit. US-Präsident Trump kündigt Zusatzzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte an und verschärft damit den Handelsstreit mit der Europäischen Union. © picture alliance/dpa | Lars Penning
    picture alliance/dpa | Lars Penning

    - Die Renaissance der Handelskriege - was erzählt uns die Geschichte?

    "Auge um Auge, Zahn um Zahn!" – ist das Motto, wenn man die Ankündigungen diverser Regierungschefs hört, im Welthandel neue Zölle einzuführen. Besonders US-Präsident Donald Trump setzt Zölle offensiv als Instrument seiner Wirtschafts- und sogar Außenpolitik ein: Gestern hat er umfassende Zollbestimmungen bekanntgegeben. Dies nannte Trump sogar vollmundig: "Tag der Befreiung".

    Welche Vorbilder es für solche Auseinandersetzungen gibt und wie solche "Handelskriege" in der Geschichte ausgegangen sind, das erfahren wir im Gespräch mit Nikolaus Wolf, Leiter des "Instituts für Wirtschaftsgeschichte" an der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Owen Cooper spielt Jamie Miller in der britischen Netflix-Serie Adolescence. © picture alliance/dpa/Netflix
    picture alliance/dpa/Netflix

    - Adolescence - Jungs und toxische Männlichkeit

    Die britische Serie “Adolescene” führt gerade die Netflix-Charts an. Sie zeigt, wie ein 13-jähriger Schüler in den Strudel frauenhassenden Extremismus' gerät. Erschreckend real, immer wieder berichten britische Nachrichten über solche Fälle. Die Serie hat eine Debatte angestoßen, selbst der britische Premierminister Keir Starmer erklärt im Parlament, er schaue die Serie. Großbritannien diskutiert nun: über das Aufziehen von Jungs, über Vorbilder und die Rolle von Vätern. Valerie Krall berichtet aus einer Schule in Brighton, die sich für die Aufklärung der Gefahren durch Smartphones einsetzt und dankbar ist über die Aufmerksamkeit durch die Serie “Adolescence”.
    Massaker von Katyn – Blick auf die Mauer der Namen am in der Gedenkstätte Katyn bei Smolensk (Russland). © picture alliance / dpa | Uwe Zucchi
    picture alliance / dpa | Uwe Zucchi

    - 85. Jahrestag: Massaker von Katyn

    3. April 1940. Heute vor 85 Jahren begann die sowjetische NKWD tausende Kriegsgefangene in Katyn und anderen Orten zu erschießen. Der Ort Katyn steht heute stellvertretend für mehrere Massaker, die die sowjetische Seite im Jahr 1940 verübt hat. Christian Schwalb berichtet.

    Podcast | Orte & Worte © rbb
    rbb

    - Mit Nikoletta Kiss in der Oranienburger Straße

    Mit Nikoletta Kiss in der Oranienburger Straße Am Mikrofon: Stephan Ozsváth Márta und Teresa sind Kusinen, zusammen sind sie am Plattensee aufgewachsen. Dann zieht Teresa mit ihren Eltern nach Ost-Berlin. Márta folgt ihr in die Großstadt und taucht ein in die Literaturszene der DDR. Sie lieben den gleichen Mann, ein fatales Liebesdreieck entsteht - das sich in einem Städtedreieck entfaltet, Orte die auch Autorin Nikoletta Kiss etwas bedeuten: Budapest, wo sie geboren wurde. Ost-Berlin, wo sie aufwuchs und BWL studierte. Und Wien, wo sie heute mit ihrer Familie lebt und als Verlagslektorin arbeitet. In "Rückkehr nach Budapest" nimmt sie uns mit in die Vorwendezeit, die Ostberliner Bohèmeszene und die der Budapester Dissidenten, die in Privatwohnungen Samisdat-Schriften herstellten. Stephan Ozsváth hat Nikoletta Kiss in der Berliner Oranienburger Straße getroffen, wo die Schluss-Szene des Romans spielt. Stephan Ozsváth empfiehlt An unseren Grenzen haben wir Angst, Emigration aus Ungarn. Hrsg. Zoltán Lesi, danube books. 192 Seiten. 22 Euro. Nikoletta Kiss empfiehlt Terézia Móra: Muna oder die Hälfte des Lebens. Luchterhand. 448 Seiten. 25 Euro. Das Buch von Nikoletta Kiss, über das wir im Podcast reden Nikoletta Kiss „Rückkehr nach Budapest“, 301 Seiten, Insel Verlag Der Ort Oranienburger Straße, Friedrichstraße Die Autorin Nikoletta Kiss, 1978 in Budapest geboren, in Ost-Berlin aufgewachsen. BWL-Studium an der Humboldt-Universität. Nach Stationen in Australien und den USA lebt sie heute mit ihrer Familie in Wien und ist als Verlagslektorin tätig. “Rückkehr nach Budapest” ist ihr zweiter Roman. Er steht auf der Longlist des Puchheimer Buchpreises. Podcast-Empfehlung ”The Dynasty” – here is Direkt36’s documentary about the economic empire of the Orbán family - Direkt36

  • Deep Doku – Cover mit Logo; © rbb
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    - Raus aus Deutschland - Künstlerin Houaïda will auswandern wegen Rechts

    Während die AfD immer populärer wird, denkt fast jede vierte Person mit Migrationshintergrund zumindest hypothetisch darüber nach, Deutschland zu verlassen. Das zeigt eine Kurzstudie vom Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung. Houaïda hat schon konkrete Auswanderungspläne: Die Künstlerin ist die Tochter zweier tunesischer Gastarbeiter und will sich in Skandinavien ein neues Leben aufbauen.

    Houaïdas Plan ist ehrgeizig: Noch vor der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 möchte sie im Ausland sein - denn eine Politik mit zunehmendem Rechtsruck will sie nicht miterleben. Schafft Houaïda es ihre Pläne umzusetzen? Und wie beeinflusst die Migrationsdebatte in Deutschland das Leben vieler Menschen, die von Rassismus betroffen sind schon jetzt?

    Autorin und Sprecherin: Olivia Samnick

    Ton: Bodo Pasternak und Katrin Witt
    Regie: Oliver Martin
    Redaktion: Clara Neubert
    Produktion: rbb 2025

    Und hier noch ein Podcast-Tipp: "Zirkusträumer Roncalli"
    https://1.ard.de/zirkustraeumer_roncalli?p=d

    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Heute wäre Hans Rosenthal 100 geworden

    Heute wäre Hans Rosenthal 100 Jahre alt geworden. Der gebürtige Berliner war in den 70er und 80er Jahren als Quizmaster im ZDF berühmt. Hans Rosenthal stammte aus einer jüdischen Familie. Viele seiner Angehörigen wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Er selbst überlebte in einem Versteck in Berlin. Wir haben ihn auf Radio3 schon mit mehreren Beiträgen gewürdigt. Sigrid Hoff erinnert noch einmal an ihn - und sein Engagement fürs jüdische Leben in Deutschland.
    Film aktuell © radio3
    radio3

    - Filmkritik: "The Assessment"

    Wie wäre es, wenn man sich um Elternschaft bewerben müsste? Um diese Frage geht es im Science-Fiction-Film "The Assessment". Darin muss sich ein Paar einer strengen Prüfung durch eine staatliche Beauftragte unterziehen, um die Erlaubnis für ein Kind zu bekommen. Was zu einer Tour de Force für alle Beteiligten wird. Wie sehenswert das Drama ist, sagt uns unsere Filmkritikerin Anke Sterneborg.
    Literatur aktuell © radio3
    radio3

    - Wie bringt man Kinder zum Lesen?

    Heute ist der Internationale Kinderbuchtag. Er wird am 2. April begangen, weil das der Geburtstag von Hans Christian Andersen ist und soll das Interesse an Kinder- und Jugendliteratur fördern. Das ist heutzutage dringend notwendig, denn je jünger ein Mensch ist, je weniger Zeit verbringt er mit Lesen. Aber es gibt Profis, die das Buch trotzdem ans Kind bringen. Zum Beispiel die Betreiber der Buchhandlung Krumulus am Südstern in Berlin-Kreuzberg. Oliver Kranz hat sie besucht.
    Dieter Thomä: Post- © Suhrkamp
    Suhrkamp

    - Dieter Thomä zu seinem Buch "Post-"

    Postmigrantisch, posttraumatisch, Postkolonialismus, Postfeminismus und neuerdings auch Postdemokratie … all diese Begriffe, die mit "Post" anfangen, liest und hört man zuhauf. Aber was meinen sie denn genau? Der Philosoph Dieter Thomä widmet dieser Vorsilbe ein ganzes Buch - besser gesagt und wie im Titel steht: einen "Nachruf". Denn er hat eine klare Meinung zu dem Phänomen, das er "Postismus" nennt. Seine Analyse des "Post"-Begriffs steht auf Platz zwei unserer Sachbücher des Monats April. Heute ist Dieter Thomä auf radio3 unser Gast.
    Martin Zöller; © BR2
    BR2

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: Das Ende der Welt

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit charakteristischen Rubriken - von Literaturempfehlungen bis hin zu Kunstwerken aus der Region. Heute übernehmen wir eine Rubrik von BR2 mit dem Titel "Das Ende der Welt“ von Martin Zöller.
    Auf diesem vom Senatsfernsehen zur Verfügung gestellten Foto spricht der demokratische Senator Cory Booker im US-Senat; © picture alliance/dpa/Senate Television/AP
    picture alliance/dpa/Senate Television/AP

    - Ist die Marathon-Rede im US-Senat mehr als ein Strohfeuer?

    Mehr als 25 Stunden lang hat der demokratische US-Senator Cory Booker im US-Senat gesprochen und an zahllosen Beispielen deutlich gemacht, wie Donald Trump den amerikanischen Staat demontiert. Filibuster nennt man so eine Rede und die wird als Weckruf für die Demokraten gefeiert. Ist diese Rede tatsächlich mehr als ein Strohfeuer gegen Donald Trumps Politik? Darüber sprechen wir auf radio3 mit Dr. Thomas Greven vom John-F.-Kennedy-Institut der FU Berlin.
    Julia von Blumenthal © picture alliance/dpa | Soeren Stache
    picture alliance/dpa | Soeren Stache

    - Die akademische Freiheit in Gefahr?

    An der Humboldt-Universität zu Berlin findet zurzeit die Academic Freedom Week statt. Über drei Tage wird diskutiert, wie verfolgten und bedrohten Wissenschaftler*innen weltweit geholfen werden kann. Das betrifft vor allem Menschen aus totalitären Staaten und Krisengebieten. Aber auch in den USA steht seit dem Amtsantritt von Donald Trump die Wissenschaftsfreiheit in Frage. Wissenschaftler*innen überlegen, ob sie ihr Land verlassen sollten. Wir sprechen mit Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin und Vorsitzende der Landeskonferenz der Berliner Hochschulen über die Möglichkeiten für bedrohte Wissenschaftler*innen in Berlin.
    Meine Musik © radio3
    radio3

    - mit Matthias Käther

    Teil 1: Zwei richtungsweisende Opern von André Modeste Gretry: Zemire et Azor / Le Caravane du Caire Teil 2: Neues vom Markt: Howard Griffiths dirigiert Ferdinand Hiller (cpo)
    Musik aktuell © radio3
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    - 50 Jahre Junge Deutsche Philharmonie

    zum Jubiläumskonzert in Berlin
    Giacomo Puccini: Tosca © Deutsche Grammophon
    Deutsche Grammophon

    - Giacomo Puccini: "Tosca"

    Operngesamtaufnahmen auf CD sind heute selten geworden. Auch die neue "Tosca" bei der Deutschen Grammophon wäre wohl nicht veröffenticht worden ohne den chilenisch-amerikanischen Tenor Jonathan Tetelman, der inzwischen in Berlin lebt. Er gilt als großer, aufsteigender Stern. Mit Eleonora Burrato kommt eine in Deutschland wenig bekannte Tosca hinzu, was Bände spricht in Bezug auf die derzeit eher magere Diven-Szene. Für Ludovic Tézier schließlich dürfte der Edel-Schurke Scarpia kaum mehr bedeuten als eine Fingerübung in Fiesheit. Kai Luehrs-Kaiser stellt die Opernaufnahme vor.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Entschlüsselt: Freiheitsdienst

    Wie prägen Bilder und Schlagworte unsere Sicht auf die Welt? Was erzählen sie über unsere Gesellschaft und welche Macht haben sie? Das klären wir immer mittwochs in unserer radio3-Rubrik "Entschlüsselt". Heute analysiert der Autor und Journalist Claudius Seidl den Begriff "Freiheitsdienst".
    Gast im Studio © radio3
    radio3

    - Luzia Schmid - die Regisseurin über ihren Film "Ich will alles. Hildegard Knef"

    „Veränderungen sind das Beständigste in unserem Leben“, sagte mal Hildegard Knef. Und tatsächlich sind ihr Leben und ihre Karriere erst als Schauspielerin dann als Sängerin Sinnbild dafür. In ihrem Dokumentarfilm „Ich will alles. Hildegard Knef“ lässt die Regisseurin Luzia Schmid vor allem die Künstlerin selbst sprechen: auf der Bühne, in Interviews, in ihren Büchern. Sie spricht über ihre Erfolge und Misserfolge. Dabei werden ihre Widersprüche klar - genauso wie die Unterschiede zwischen der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und ihrer eigenen. Über ihr filmisches Porträt spricht Luzia Schmid auf radio3.
    Anne-Dore Krohn © Gregor Baron
    Gregor Baron

    - Die SWR-Bestenliste im April

    Die Spiegel Bestsellerliste und die SWR Bestenliste unterscheiden sich dadurch, dass die eine die Verkaufszahlen abbildet und die andere eine reine Empfehlungsliste ist. Auf der SWR Bestenliste landen jeden Monat die persönlichen Leseempfehlungen von 30 verschiedenen Kritikerinnen und Kritikern. Unsere Literaturredakteurin Anne-Dore Krohn gehört zur Jury dieser Empfehlungsliste und weiß, welche Romane auf der neuen Bestenliste für April stehen.
    Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung © SZ Photo/Jürgen Heinrich / picture alliance/dpa
    SZ Photo/Jürgen Heinrich / picture alliance/dpa

    - Diskussion um das geplante NSU-Dokumentationszentrum in Berlin

    Steht das NSU-Dokumentationszentrum auf der Kippe? Bis 2030 soll in Berlin ein Erinnerungsort und Dokumentationszentrum zum Terror des "Nationalsozialistischen Untergrunds" entstehen - darauf hatte sich die Ampelregierung geeinigt. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat das Konzept dafür entwickelt. Doch seit dem Bruch der Koalition scheint es unsicher, wie es weitergeht. Die Diskussionen um das Dokumentationszentrum sind wieder aufgeflammt. Über die Bedeutung eines Dokumentationszentrums, das an die Morde des NSU erinnert, sprechen wir auf radio3 mit Thomas Krüger, dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung.
    Die Frag des Tages – Andres Veiel © radio3/Carsten Kampf
    radio3/Carsten Kampf

    - Missachtet Ungarn mit der Einladung Netanjahus internationales Recht?

    Der israelische Ministerpräsident Netanjahu reist heute nach Ungarn, obwohl gegen ihn ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt. Sein ungarischer Amtskollege Orban hatte die Einladung an Netanjahu demonstrativ nach Erlass des Haftbefehls ausgesprochen und ihm garantiert, den Haftbefehl nicht zu beachten. Dabei hat Ungarn das Rom-Statut als Grundlage des Strafgerichtshofs ratifiziert und ist damit verpflichtet, dessen Haftbefehle zu vollstrecken. Missachtet Ungarn also internationales Recht? Das ist unsere Frage des Tages an Andres Veiel.
    Mit der Faust in die Welt schlagen © Across-Nations
    Across-Nations

    - Filmkritik: "Mit der Faust in die Welt schlagen"

    "Mit der Faust in die Welt schlagen" - so hieß der Debütroman des Görlitzer Autors Lukas Rietzschel. Es geht um zwei Brüder, die in der ostdeutschen Provinz aufwachsen und langsam in die rechte Szene abgleiten. Das Buch wurde 2022 mit dem Sächsischen Literaturpreis ausgezeichnet und kommt nun auch ins Kino, in der Verfilmung der Berliner Regisseurin Constanze Klaue. Unser Filmkritiker Carsten Beyer stellt ihn vor.
    Qamar aus Jabalia im Gazastreifen verlor bei einem Bombenangriff ihr rechtes Bein. Von Handicap International bekommt sie Physiotherapie, Beschäftigungstherapie und psychologische Hilfe; © Y. Nateel / HI
    Y. Nateel / HI

    - Inklusive humanitäre Hilfe

    Menschen mit Behinderung sind in Kriegen und Katastrophen besonders gefährdet: Sie haben ein vielfach höheres Risiko verletzt zu werden oder zu sterben. Frühwarn- oder Rettungssysteme erreichen sie oft nicht, ebenso wenig humanitäre Hilfe. Die Hilfsorganisation Handicap International setzt sich für Menschen mit Behinderung in Kriegs- und Katastrophensituationen ein. Ulrike Last von Handicap International spricht auf radio3 über inklusive humanitäre Hilfe.
    Nahaufnahme von Blindenschrift auf einer Taste im Fahrstuhl / picture alliance/dpa / Anna Ross
    picture alliance/dpa/Anna Ross

    - Weltgipfel für Menschen mit Behinderungen

    Seit dem Jahr 2018 findet alle drei Jahre der Weltgipfel für Menschen mit Behinderungen statt. Dieses Mal in Berlin geht es um Themen wie inklusive Gesundheit, inklusive Bildung und inklusive humanitäre Hilfe. Gastgeber sind zwei Länder, in diesem Jahr sind es die Bundesrepublik Deutschland und Jordanien, der dritte Co-Host ist die International Disability Alliance, die Internationale Allianz von Menschen mit Behinderungen. Ziel des Gipfels ist es, die weltweite Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention entwicklungspolitisch durchzusetzen, d.h. die internationale Entwicklungszusammenarbeit inklusiver zu machen und die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Globalen Süden zu stärken. Welche konkreten Maßnahmen die Teilnehmenden anstreben, darüber sprechen wir auf radio3 mit Maria-Victoria Trümper, Referentin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. (ISL). Sie hat den Weltgipfel mitorganisiert.
    Piero di Cosimo: Santa Maria Maddalena; © Galleria Nazionale d’Arte Antica di Palazzo Barberini, Rom
    Galleria Nazionale d’Arte Antica di Palazzo Barberini, Rom

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: Was macht die Kunst?

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander.

    Jeder Sender beteiligt sich mit ein bis zwei charakteristischen Rubriken, die seine jeweilige regionale Identität widerspiegeln – von Literaturempfehlungen über kulinarische Spezialitäten bis hin zu Kunstwerken aus der Region. Damit werden die Vielfalt und Regionalität des ARD-Netzwerks auf besondere Weise gefeiert.

    Heute hören wir eine Rubrik von Bremen Zwei: "Was macht die Kunst?". Dort wird über die Bedeutung von Büchern in der heutigen Zeit gesprochen.

    Hans Rosenthal 1970 bei der Moderation seiner Hörfunksendung "Klingendes Sonntagsrätsel", picture alliance / Sammlung Richter / Binder
    picture alliance / Sammlung Richter / Binder

    - 100. Geburtstag des Showmasters Hans Rosenthal

    Heute vor 100 Jahren wurde der Moderator und Entertainer Hans Rosenthal in Berlin geboren. Severino Melchiorre berichtet.
  • radio3 Jazz © radio3
    radio3

    - radio3 Jazz - 01.04.2025

    Neue Musik; © radio3

    - Metzmacher hört! - Brigitta Muntendorf

    Mal launig, mal ernst und immer persönlich spricht der international erfolgreiche Dirigent Ingo Metzmacher über seine große Leidenschaft: die Musik. In dieser Sendung geht es um die deutsch-österreichische Komponistin Brigitta Muntendorf. In ihren zuweilen groß angelegten Arbeiten fließen kammermusikalische, orchestrale und vokale Aspekte zusammen, Musik- und Tanztheater treffen aufeinander. Muntendorf ist umgetrieben von gesellschaftspolitischen und technosozialen Themen, forscht zu 3D-Audio, KI und immersiven Theaterformaten. Ab September 2025 wird sie die Nachfolgerin von Ingo Metzmacher als Intendantin der Kunstfestspiele Herrenhausen. Friederike Westerhaus begleitet Ingo Metzmacher auf seiner Entdeckungstour in die Welt der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
    radio3 (Quelle: rbb)
    rbbKultur

    - Kombo - 01.04.2025

    Thadeusz lang & breit © rbb/Thomas Ernst
    rbb/Thomas Ernst

    - Thadeusz lang & breit: heute mit Prof. Dr. Jörg Meuthen

    Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte die AfD mit Alice Weidel als Kanzlerkandidatin 20,8 Prozent der Stimmen. Eine Verdoppelung zu 2021 und ihr bisher bestes bundesweites Ergebnis. Einer, der sowohl Alice Weidel persönlich als auch die AfD von innen kennt, ist Jörg Meuthen. Er war von 2015 bis 2022 einer von zwei Bundesvorsitzenden, AfD-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg und führte dort nach der Wahl 2016 auch die größte Oppositionsfraktion im Stuttgarter Landtag. Anfang 2022 stieg Jörg Meuthen aus der AfD aus, mit der Begründung, die Partei habe sich zu weit nach rechts entwickelt und er sehe dort “totalitäre Anklänge”. Heute ist Jörg Meuthen stellvertretender Vorsitzender der von Hans-Georg Maaßen gegründeten Werteunion und lehrt in seiner Funktion als Wirtschaftsprofessor wieder an der Hochschule Kehl. Bei “Thadeusz lang & breit” spricht er über seine Zeit in der AfD und wie die Partei wurde, was sie ist.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Welche Plätze halten Sie für gelungen - oder misslungen?

    Dass in Zeiten zunehmend heißer Sommer und Wassermangels mehr Grün die Städte herunterkühlt, ist keine Frage. Jetzt wurde gerade der Gendarmenmarkt denkmalgerecht saniert und es hagelt Kritik, weil dort eben keine Bäume und Pflanzen eingeplant wurden. Wenn Sie sich die öffentlichen Plätze in Berlin vor Augen führen, welche halten Sie für gelungen? Auch in Hinsicht auf den Klimawandel? Das haben wir Sie heute im Hörertalk gefragt.
    Wissen © radio3
    radio3

    - Wie können Berliner Plätze sinnvoll in Zeiten des Klimwandels gestaltet werden?

    Die neue Gestaltung des Berliner Gendarmenmarktes sorgt für Kritik. Grund dafür sind fehlende Grünflächen zwischen Konzerthaus und Berliner Dom. Von den fast 20.000 Quadratmetern des historischen Platzes wurden drei Viertel gepflastert. Deshalb wird dieser Ort in den Sozialen Medien als "Steinwüste" bezeichnet. Ist der frisch sanierte Platz, auf dem künftig Veranstaltungen stattfinden sollen, fit für den Klimawandel? Sind andere Berliner Plätze gegen die Folgen des Klimawandels gut gewappnet? Darüber sprechen wir auf radio3 mit Andreas Faensen-Thiebes vom BUND.
    Film aktuell © radio3
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    - 21. Edition: achtung berlin Filmfestival

    "Der lange Schatten" - gemeint ist der des Zweiten Weltkriegs. Die Retrospektive im achtung berlin Filmfestival steht unter diesem Motto. Wie haben Filmemacher nach 1945 und bis heute diese Zeit reflektiert? Das Festival präsentiert aus verschiedenen Jahrzehnten Spiel- und Dokumentarfilme, einen Kurzfilm, Produktionen aus der BRD und aus der DDR. Eröffnet wird die Retrospektive mit dem berühmten Spielfilm von Wolfgang Staudte "Die Mörder sind unter uns" aus dem Jahr 1946. Wie historisch und doch zeitgemäß diese Filme sind, darüber sprechen wir mit der Festivalleiterin Regina Kräh.
    Rolf Schulten: A100 © Kettler
    Kettler

    - Rolf Schulten: "A100"

    Auch in Betonwüsten zeigt sich bisweilen Schönheit. Der Fotograf Rolf Schulten jedenfalls war eines Morgens beim Blick auf die Berliner Stadtautobahn A100 angetan vom Licht auf dem nassen Beton. Und kam immer wieder zurück. Drei Jahre hat er die Autobahn fotografiert. Daraus ist nun ein Fotoband entstanden. Rebecca Wegmann hat mit Rolf Schulten vor Ort nach dem Zauber der "A100" gesucht.
    Streik der Mitarbeiter der französischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten © SIPA/ROMUALD MEIGNEUX / picture alliance/dpa
    SIPA/ROMUALD MEIGNEUX / picture alliance/dpa

    - Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Frankreich

    Die ARD wird 75 und wir feiern dieses Jubiläum in unserem Programm - und schauen auch über den eigenen Tellerrand. Wir fragen in dieser Woche auf radio3 unsere Auslandskorrespondenten - ein Netzwerk, das unsere Berichterstattung ausmacht und uns ermöglicht, immer wieder neue Perspektiven in unser Programm zu holen. Susanne Papawassiliu spricht mit unserem Paris-Korrespondenten Cai Rienäcker über Radio France und France Télévision, die gerade heute streiken.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum und verbinden uns mit den anderen Kulturwellen zu einem "Ringtausch". Dabei stellen wir ein Format aus einem anderen Sender vor. Heute ist es eines von SWR Kultur. In "Gedichte und ihre Geschichte" erzählt Kerstin Bachtler vom Leben deutschsprachiger LyrikerInnen - und wie sie es in ihrem Werk verarbeiten. Diesmal "was brauchst du'" von Friederike Mayröcker.
    Deniz Yücel © picture alliance / photothek | Thomas Imo
    picture alliance / photothek | Thomas Imo

    - PEN Berlin kritisiert "Wahrheitsgesetz" im Koalitionsvertrag

    Der neue Koalitionsvertrag lädt direkt zu vielen Diskussionen ein. Vor allem die strengere Ahndung von Desinformation und Volksverhetzung werden kritisiert, es wird von einem sogenannten "Lügengesetz" gesprochen, da Lügen jetzt gesetzlich verboten seien oder - wie heute der PEN Berlin - vom "Wahrheitsgesetz". Susanne Papawassiliu spricht mit dem Sprecher des PEN Berlin Deniz Yücel über seine Haltung zur Behandlung der Meinungsfreiheit im neuen Koalitionsvertrag.
    Kai Luehrs-Kaiser © Gregor Baron
    Gregor Baron

    - Mit Kai Luehrs-Kaiser

    Giacomo Casanova zum 300. Geburtstag am 2. April

    Christoph Türcke: Philosophie der Musik © C.H. Beck
    C.H. Beck

    - Christoph Türcke: "Philosophie der Musik"

    Bücher über die Musik füllen die Regale in schon lange nicht mehr überschaubarem Ausmaß. Der Philosoph und Autor Christoph Türcke nähert sich der Musik jetzt grundsätzlich und hat eine "Philosophie der Musik" verfasst. Andreas Göbel stellt das Werk vor.
    Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz © akg-images / picture alliance/dpa
    akg-images / picture alliance/dpa

    - Meisterwerke: "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin

    Woche für Woche stellen wir auf radio3 Meisterwerke aus den unterschiedlichsten Bereichen vor, die alle aus Berlin und Brandenburg stammen oder inzwischen dort zuhause sind. Heute geht es um einen literarischen Meilenstein, der sich bereits im Titel mitten in Berlin verortet: Den Roman "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin aus dem Jahr 1929. Der Publizist, Literaturwissenschaftler und "Berlinologe" Michael Bienert hat das Buch "Döblins Berlin" geschrieben – und seit über 30 Jahren macht er Stadtführungen zu den Schauplätzen der "Geschichte vom Franz Biberkopf", wie der Roman im Untertitel heißt. Moritz Reininghaus hat sich mit Michael Bienert über Döblins "Alexanderplatz" unterhalten.

    Alena Buyx; © Privat
    Privat

    - Alena Buyx - die Medizinethikerin über ihr Buch "Leben & Sterben"

    In der Pandemie wurde Alena Buyx vielen bekannt: Als Vorsitzende des Deutschen Ethikrats war ihre Expertise in vielen Talkshows und Nachrichtensendungen gefragt. Nun hat sie ein Sachbuch geschrieben, das sich mit ethischen Fragen am Anfang und am Ende des Lebens befasst. Es geht um Fortpflanzungsmedizin, um Sterbehilfe, aber auch um den Einsatz von KI in der Medizin – und Alena Buyx ist der Meinung, dass jeder von uns dazu eine Haltung entwickeln sollte. Warum und vor allem wie – darüber spricht Alena Buyx im Gastgespräch auf radio3.
    Sandra Richter © NDR/Deutsches Literaturarchiv Marbach/Chris Korner
    NDR/Deutsches Literaturarchiv Marbach/Chris Korner

    - Rainer Maria Rilke: "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge"

    Heute startet eine neue Lesung auf radio3: "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" von Rainer Maria Rilke. Eine Art Tagebuch in Form von klangvollen Prosagedichten. Es erschien 1910 und wurde in der "Le Monde" als eines der "100 Bücher des Jahrhunderts" geehrt. Die Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach Sandra Richter ist Rilke-Expertin. Mit ihr sprechen wir in den nächsten Wochen regelmäßig über den Roman.

    Jasmin Tabatabai © picture alliance/ NurPhoto/ Ying Tang
    picture alliance/ NurPhoto/ Ying Tang

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch: Mein Ding mit 16: Jasmin Tabatabai - Volleyball

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit charakteristischen Rubriken - von Literaturempfehlungen über kulinarische Spezialitäten bis hin zu Kunstwerken aus der Region. Damit werden die Vielfalt und Regionalität des ARD-Netzwerks auf besondere Weise gefeiert. Heute hören wir, was der Zündfunk von BR 2 im Programm hat: "Die Reihe: Mein Ding mit 16": Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai erinnert sich im Gespräch mit Oliver Buschek an ihre jugendliche Leidenschaft für Volleyball. Ein Gewinn - trotz vieler Niederlagen, wie sie erzählt.
    Die Frag des Tages – Claus Leggewie © radio3/Georg Lukas
    radio3/Georg Lukas

    - Ist das Urteil gegen Marine Le Pen richtig?

    Die rechtsnationale französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen ist gestern von einem Pariser Gericht wegen Veruntreuung von EU-Geldern schuldig gesprochen worden. Das Gericht verurteilte sie zu einer vierjährigen Haftstrafe, die zum Teil zur Bewährung ausgesetzt wurde und zum Teil per Fußfessel verbüßt werden kann. Das Gericht schloss die führende Figur der französischen Rechten außerdem für fünf Jahre von öffentlichen Ämtern aus. Das bedeutet, dass Le Pen bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 nicht antreten darf. Wir fragen unseren Kommentator, den Politikwissenschaftler Claus Leggewie: Ist das Urteil gegen Marine Le Pen richtig?

    Pamela Biermann und Wolf Biermann während der Veranstaltung „Wolf Biermann & Freunde - eine musikalische Geburtstagsfeier zum 85. © picture alliance/dpa/Georg Wendt
    picture alliance/dpa/Georg Wendt

    - "Ach, die erste Liebe ..." - Konzert von Pamela und Wolf Biermann im Gorki

    "Ach, die erste Liebe ..." - das kann eine Erinnerung sein, oder ein Seufzen, voller Freude oder Sehnsucht. Und gestern war es der Titel eines ausverkauften Konzertes im Berliner Gorki- Theater - von und mit Pamela und Wolf Biermann. Versprochen wurden dabei: Lieblingslieder gegen Trostlosigkeit. Ob es gewirkt hat? Barbara Behrendt war für uns dabei.

    Erntereife Cannabispflanzen stehen in einem Aufzuchtszelt unter künstlicher Beleuchtung in einem Privatraum © picture alliance/dpa/Christian Charisius
    picture alliance/dpa/Christian Charisius

    - Ein Jahr nach der Cannabis-Legalisierung: Was hat sich getan?

    Soll man in Deutschland legal kiffen dürfen? Lange wurde darüber gestritten. Vor einem Jahr dann trat das neue Cannabis-Gesetz in Kraft. Es sollte vieles besser machen: Jugendschutz, Gesundheitsschutz, Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Was bringt es tatsächlich? Das untersucht eine Gruppe von Wissenschaflter:innen. Auf radio3 sprechen wir mit dem Psychologen und Koordinator der Evaluation, Jakob Manthey vom Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung in Hamburg.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Ein Jahr nach der Cannabis-Legalisierung: Welche Erfahrung macht die Polizei?

    Der Cannabis- Konsum ist seit genau einem Jahr auch in Deutschland in Grenzen legal. Viele sahen dieses neue Gesetz als Befreiungsschlag. Doch es gibt auch Bedenken - Ärzte und Polizisten etwa sehen weiterhin Risiken - gesundheitlich und gesellschaftlich. Auch bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD ist das gerade ein Thema: Unter anderem die CSU will das Gesetz am liebsten abschaffen. Wie sieht es also ein Jahr nach der Freigabe in der Praxis aus? Wir sprechen mit dem Sprecher der Berliner Polizei, Florian Nath.
    Donald Trump © picture alliance/ Consolidated News Photos/ Yuri Gripa
    picture alliance/ Consolidated News Photos/ Yuri Gripa

    - Trumps umstrittene Architektur-Anordnung

    Schon am 1. Tag im Amt verabschiedete Donald Trump eine Anordnung zum Thema Architektur: Bundesgebäude sollen künftig im traditionellen, klassizistischen Stil gebaut werden. Kritiker fürchten, dass er damit Amerikas Diversität und Geschichte „wegwischen will“. Zumal er mit einem weiteren Dekret jetzt auch verfügt hat, dass Museen Amerikas Geschichte positiver darstellen sollen. Sonst will er ihnen den Geldhahn zudrehen. Unsere Washington-Korrespondentin Julia Kastein mit Einzelheiten.
    Edgar Wallace, Schriftsteller © SZ Photo/Scherl / picture alliance/dpa
    SZ Photo/Scherl / picture alliance/dpa

    - 150. Geburtstag des Schriftstellers Edgar Wallace

    Heute vor 150 Jahren wurde der englische Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor Edgar Wallace geboren. Ariane Hoffmann berichtet.
    Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (24/24)

    Noch einmal kommt Malte Laurids Brigge auf Abelone zu sprechen, die jüngste Schwester seiner Mutter, mit der er sich lange eng verbunden fühlte. Warum hat Abelone ihre Liebe nicht Gott zugewendet, fragt er sich - von dem sie keine Gegenliebe zu befürchten habe. Und damit kommt er zu seiner eigenen Deutung der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Für ihn ist sie "die Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Und sie ist Malte Laurids' eigene Geschichte: Als Junge zog er aus, um sich die Welt zu erobern. Als er nach Hause zurückkehrt, ist er ein anderer geworden…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

    Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (23/24)

    Gegen Ende seiner "Aufzeichnungen" kommt Malte auf die Liebe zu sprechen. Und er zieht eine bemerkenswerte Trennlinie: er unterscheidet zwischen "Geliebten" und "Liebenden". Geliebte leben in Gefahr, sagt er. Liebende dagegen leben im Ganzen, in Sicherheit, im Heil. Und er liefert eine Menge Beispiele an mythologischen wie historischen Liebenden und Geliebten. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber ernüchternd: weder Wünsche noch Ansprüche kann die wahre Liebe dauerhaft erfüllen – im Gegenteil: sie steigert die Einsamkeit und die Sehnsucht.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

    Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (22/24)

    Malte Laurids Brigge, ein junger Adeliger, lebt und schreibt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihn bewegt die Frage, wie man Gewalt vermeiden beziehungsweise sich ihr entziehen kann. Dabei blickt er auf Ereignisse in der Geschichte – und vergleicht sie mit der seiner Gegenwart. Als historisches Beispiel führt er das Schicksal des Grafen Phöbus an, der seinen Vetter getötet hat. Malte Laurids kommt zum Schluss, dass die Welt schon immer schlecht war – und dass die Zeiten schwer bleiben. Auf der Suche nach seiner eigenen Rolle fragt er sich, ob er nun Zuschauer oder Handelnder ist, "Seiender" oder Schauspieler? Im antiken Theater von Orange findet er zumindest eine Antwort.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (21/24)

    Das Leben der ganz armen Menschen, der "Fortgeworfenen", wie Malte Laurids sagt, steht nur scheinbar im Widerspruch zum Leben großer Herrscher und Heiliger. Sie alle sind für ihn "Ewige". Als Beispiel führt uns Malte das Leben des französischen Königs Karls des Sechsten vor Augen: Er war krank und galt als wahnsinnig, wurde aber trotzdem von seinem Volk geliebt. – Auch Papst Johannes der Zweiundzwanzigste war eine solche Figur, die "Himmel und Hölle irdisch gemacht" hat, wie Malte schildert: eigentlich war er ein großer Wohltäter für die Armen. Doch er fürchtete nichts so sehr wie die Vernichtung seines christliches Reiches…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (20/24)

    Immer wieder ist es das Elend seiner Mitmenschen, das Malte bewegt und zum Reflektieren anregt. In Paris beobachtet er einen Zeitungsverkäufer: seine Art sich zu bewegen, seine Kleidung. Ein einfacher, armer Mann, an dem alle vorübergehen. Malte schämt sich und entwickelt Hochachtung, fast Zärtlichkeit für ihn. "Dass wir doch lernten, vor allem aushalten und nicht urteilen", wünscht er sich.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (19/24)

    Ausführlich beschreibt Malte Laurids Brigge in seinen "Aufzeichnungen" den Untergang Karls des Kühnen. Diesen burgundischen Herzog brachte sein übersteigerter Ehrgeiz zu Fall. Eine faszinierende Figur für Malte Laurids, weil er sein Leben lang "der Gleiche" geblieben war, "hart und nicht zu ändern". Im darauffolgenden Abschnitt seiner Aufzeichnungen beklagt Malte, dass ihm das Lesen schwerfällt. Erfahrungen, die er schon in Sorö machen musste, der königlichen Akademie für Adelige, die er besucht hat. Immer wieder stößt er auf Bücher, die er längst hätte lesen müssen, und auf solche, für die er noch nicht reif ist.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

    Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (18/24)

    Einsamkeit ist ein großes Thema für Malte Laurids Brigge. Er erkennt: fast jeder flieht vor der Einsamkeit, sucht Ruhm und Zerstreuung, und bestärkt damit nur die Einsamkeit. In einer weiteren Episode erinnert sich Malte an ein grünes Buch, in dem er als Kind geblättert hat. Zwei schaurige Geschichten sind ihm im Gedächtnis haften geblieben: die vom Untergang Karls des Kühnen - und die vom unrühmlichen Ende des Grischa Otrepjow, einem falschen Zaren. Seine Leiche war vom Volk drei Tage lang zerfetzt worden. Eine zweifelhafte Rolle in der Geschichte spielte wohl die Mutter dieses Herrschers. Malte Laurids fragt sich, ob dieser Mann nicht stärker gewesen wäre, wenn er sich von seiner Mutter losgesagt hätte.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (17/24)

    Ein ausführliches Kapitel widmet Malte Laurids Brigge den Erfahrungen mit seinen Nachbarn. Unweigerlich werden sie Bestandteil des eigenen Lebens. "Ich habe unberechenbare Nachbarn gehabt und sehr regelmäßige", schreibt er. Einer habe Geige gespielt, ein anderer Gedichte rezitiert. Zur Literatur sei letzterer gekommen, weil er eines Tages die Bedeutung von "Zeit" begriffen habe. Malte selbst schreibt viel. Und er registriert sensibel die Geräusche aus dem Zimmer eines benachbarten Medizinstudenten. Er kennt und erwartet diese Geräusche immer wieder – wie man das Rollen eines Büchsendeckels auf dem Boden kennt. Auch wenn der Nachbar, wie gerade eben, übers Wochenende verreist ist…

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (16/24)

    Malte Laurids denkt wieder über den Tod nach. Er selbst, der 28-Jährige, hat Angst vor dem Tod. Richtig bewusst wurde ihm dieses Gefühl, als er zusehen musste, wie eine junge Frau in einer Straßenbahn starb. Aber auch schon früher, als sein Hund starb, spürte er Todesangst. Malte vermutet, dass seine große Einsamkeit dieses Angstgefühl nährt. Und er stellt fest, dass Angst immer mehr Angst erzeugt. Schließlich fragt er sich, ob Ängste nicht unser "Eigenstes" sind, und wir uns nur davon entfremdet haben…

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (15/24)

    In früheren Episoden seiner "Aufzeichnungen" hat uns Malte Laurids von seiner Tante Abelone erzählt, der jüngsten Schwester seiner verstorbenen Mutter. Ihr fühlt sich Malte besonders nah. Jetzt erzählt er, dass Abelone die Kindheitserinnerungen ihres Vaters, des alten Grafen Brahe, notieren musste. Der Graf hatte in seiner Kindheit eine Reihe übersinnlicher Erfahrungen gemacht. – In einer weiteren "Aufzeichnung" schildert Malte den Tod seines Vaters, des Jägermeisters Brigge. Malte selbst kommt zu spät, um ihn noch lebend anzutreffen. Sein Vater ist schon aufgebahrt. Ein ungünstiger Moment, wie wir gleich hören werden. Einer der beiden Ärzte möchte Malte offensichtlich loswerden.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (14/24)

    Die Welt des Okkulten spielt eine große Rolle in diversen Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Er berichtet von Geistererscheinungen genauso wie von Häusern, von denen er behauptet, sie würden noch stehen. Obwohl sie längst abgebrannt sind. So wie das Schloss der Schulins, das für Malte Laurids und seine Mutter noch immer existiert. Und er erzählt von der Großmutter Schulin, die angeblich "mit den Ohren riechen" kann - ein Feuer, das niemand sieht, das aber doch da ist. Diese Geisterwelt ängstigt Malte. Er spürt die Macht des Unsichtbaren und Unfassbaren, das für ihn die Macht der Menschen übersteigt.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (13/24)

    Mit Abelone zieht die Liebe in die Welt des Malte Laurids Brigge ein. Abelone ist die jüngste Schwester seiner Mutter, und eigentlich mag er seine Tante nicht. Das ändert sich nach dem Tod seiner Mutter. Dann erst wird ihm klar, dass Abelone ihm den "Himmel öffnen sollte", wie er sagt, und er schreibt ihr Liebesbriefe. In seiner Fantasie erkennt Malte Laurids seine heimliche Geliebte in den Szenen bilderreicher Wandteppiche wieder. Und er macht sich zum ersten Mal Gedanken über Mädchen – Mädchen, die in Museen vor solchen Wandteppichen sitzen und sie abzeichnen. Ihn beschäftigt außerdem, wie diese Mädchen versuchen, sich von ihren Familien zu lösen. Und erwachsen werden wollen.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (12/24)

    In mehreren Episoden hat Malte Laurids von seinen Verwandten berichtet: von seinem Cousin Erik etwa, mit dem er gerne befreundet gewesen wäre. Leider starb er früh. Und er erzählt von seiner Großmutter Margarete Brigge, einer hochgewachsenen, unzugänglichen Greisin – wie Malte sich erinnert. Niemand durfte ihr widersprechen, auch nicht ihr Mann, der alte Kammerherr Brigge. Einmal jedoch ließ er sich zu einem Widerwort hinreißen: als sich die Großmutter wieder einmal über Weinflecke auf der Tischdecke ereifern wollte. Und damit den Verursacher tadeln und bloßstellen wollte…

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (11/24)

    Malte Laurids erzählt von seiner Kindheit, seinen Erlebnissen auf Schloss Ulsgaard in Dänemark. Damals erkannte er, wie wichtig Kleidung für das Standesbewusstsein ist – und er berichtet von Verkleidungsspielen vor dem Spiegel, wobei für ihn Abbild und Wirklichkeit durcheinander gerieten - sogar bis zur Besinnungslosigkeit. Regelmäßig bekamen sie Besuch von Dr. Jespersen, dem Prediger. Malte muss sich eingestehen, dass er erst viel später ein Verhältnis zu Gott entwickelt hat. Ein schwieriger Prozess, wie er jetzt findet – für den er die Unterstützung seiner Mutter gebraucht hätte. Sie pflegte ein offensives Verhältnis zur Religion.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (10/24)

    Malte Laurids Brigge und seine Mutter teilen sich das Reich des Wunderbaren: Maman, wie er sie nennt, erzählt von der unheimlichen Erscheinung ihrer verstorbenen Schwester Ingeborg. Und Malte selbst erinnert sich an eine hagere Hand, die ihm aus einer Wand entgegenkam, als er ein kleines Kind war. Ereignisse, über die sich nicht sprechen lässt, wie Malte feststellt, die nur für einen selbst gemeint sind. Mutter und Sohn tauschen, wenn sie ungestört sind, gerne gemeinsame Erinnerungen aus.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (9/24)

    Die Mutter von Malte Laurids Brigge hatte die Fähigkeit, Dinge zu sehen und von ihnen zu sprechen, die den Augen verborgen bleiben. Sie starb früh, und in Maltes Erinnerung konnte sie sowohl sehr ängstlich als auch ausgelassen fröhlich sein. "Vergiss nie, dir etwas zu wünschen", gab sie ihm mit auf den Weg. In Erfüllung gehe zwar keiner, aber es gebe Wünsche, die lange vorhalten, das ganze Leben lang. Jetzt erzählt uns Malte Laurids die Geschichte, die er immer wieder von seiner Mutter hören wollte. Eine Geschichte, die die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits aufhebt.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (8/24)

    Aus 71 unterschiedlichsten Passagen bestehen diese "Aufzeichnungen" eines jungen dänischen Adeligen, der in Paris lebt. Er reflektiert seine Kindheit, seine Erfahrungen in der Großstadt – und seine Ängste. Zuletzt haben wir einen Abschiedsbrief gehört. Malte muss eine Welt hinter sich lassen, die sich rasch verändert – es ist wohl seine eigene Vergangenheit. In der Passage des Romans, in die wir jetzt einsteigen, beschwört er geradezu eine göttliche Macht. Unerträglich scheinen ihm die Gegensätze zwischen Schein und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod, zwischen Stille und Musik.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (7/24)

    Malte Laurids Brigge ist krank. Ängste steigen in ihm hoch – es sind Ängste aus seiner Kindheit, die er längst überwunden zu haben glaubt. Als die Panik nachlässt, wagt er sich wieder auf die Straßen von Paris. Alles beobachtet und erlebt er intensiv: die Gerüche in der Luft, die Gesten der Kellner in den Cafés, die Blicke der Passanten – immer auf der Suche nach etwas Besonderem.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (6/24)

    Malte Laurids Brigge, ein junger dänischer Adeliger, schreibt alles auf. Er schreibt an gegen die Furcht – die Furcht vor dem Elend, vor der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens, vor dem Tod. Damit fühlt er sich ständig konfrontiert in Paris, einer Stadt, die sich um 1900 rasend schnell verändert. Auch ein Arztbesuch schafft ihm keine Erleichterung. Während Malte Laurids stundenlang warten muss, fühlt er sich den anderen wartenden Patienten immer ähnlicher - den "Fortgeworfenen", wie er sie nennt.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (5/24)

    Um der Realität der Großstadt Paris zu entkommen, auch um Begegnungen mit unliebsamen Personen zu vermeiden, geht der junge Malte Laurids Brigge in die Nationalbibliothek. Dort stellt er sich vor, selbst der Dichter zu sein, dessen Werk er gerade liest. Wenn er durch die Gassen der Stadt geht, bedrücken ihn die Häuser. Er sieht Gebäude vor sich, die abgerissen wurden, deren Mauern aber teilweise noch stehen. Das bewegt ihn, denn für ihn erzählen diese Mauern Geschichten ihrer früheren Bewohner.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (4/24)

    Dieser Malte Laurids Brigge – ein junger dänischer Adeliger, der sich um 1900 in Paris aufhält – versucht, seine Furcht zu ergründen. Er erinnert sich an ein Erlebnis in seiner Kindheit: Im Schloss seines Großvaters Graf Brahe war ein Geist erschienen. Während die Familie gemeinsam beim Abendessen saß, tauchte plötzlich Christine Brahe auf, eine längst verstorbene Verwandte. Alle Anwesenden – neben Malte und dem Großvater auch sein Vater und sein Cousin Erik – geraten in Aufruhr. Bis auf Malte Laurids. Er widersteht dem Druck dieser Seltsamkeiten.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (3/24)

    Der 28-jährige Malte Laurids Brigge lebt in Paris und denkt über den Sinn des Lebens nach. Er wird sich seiner Oberflächlichkeit bewusst, und er muss feststellen, dass die Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen von "Gott" haben. So beschließt er zu schreiben, denn – so sagt er – Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen. Im folgenden Teil seiner "Aufzeichnungen" taucht er ein in seine Kindheitserinnerungen – und erkennt, wie brüchig das Familienleben war.

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (2/24)

    Malte Laurids Brigge ist ein sensibler Beobachter seiner Umwelt. Der junge Mann verbringt seine Zeit in Paris. Dort fällt ihm das Elend vieler Menschen auf, und er denkt über das Phänomen des Todes nach. Schon als Kind hat es ihn beschäftigt. Damals hat er festgestellt, dass sein Großvater, der alte Kammerherr Christoph Detlev Brigge auf Schloss Ulsgaard in Dänemark, den Tod zwei Monate in sich getragen hatte, bevor er schließlich starb. Doch auch dann ist die Stimme des Todes nicht verschwunden...

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    - Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1/24)

    Malte Laurids Brigge ist 28 Jahre alt. Er stammt aus einer dänischen Adelsfamilie. Seine Eltern sind bereits gestorben, und er lebt in Paris, wo er eine Art Tagebuch führt. Präzise notiert er seine Beobachtungen des Alltagslebens in der Großstadt, die sich um 1900 im Umbruch befindet. Die Industrialisierung lockt Menschenmassen an, Armut und Elend sind überall präsent, und so macht sich der junge Mann, der selbst offensichtlich in einer Sinnkrise steckt, Gedanken über den Tod.

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  • Barbara Frischmuth © picture alliance / BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com | BARBARA GINDL
    picture alliance / BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com | BARBARA GINDL

    - Zum Tod von Barbara Frischmuth

    Sie galt als „Grande Dame“ der österreichischen Literatur. Keine bequeme: „Die Klosterschule“ war ihr erster erfolgreicher Roman, beschreibt, wie autoritär es da zu ging. Was bei Barbara Frischmuth Gerechtigkeitsgefühl und Widerspruchsgeist weckte. Ihre Bücher wurden politischer, die Waldheim-Affäre war ein Thema, die Herrschaft der Männer im österreichischen Literaturbetrieb ihrer Zeit. Kurz vor ihrem Tod erschien „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter.“ Natur und Mensch war das Thema der 80jährigen, zurückgekehrt in ihre Heimat Altaussee im steirischen Salzkammergut. Dort starb sie, mit 83 Jahren. Ein Nachruf von Wolfgang Vichtl.
    Charlotte Brandi © Helen Sobrialski
    Helen Sobrialski

    - Charlotte Brandi über ihren Debüt-Roman "Fischtage"

    Charlotte Brandi, 1985 geboren und in Dortmund aufgewachsen, ist vor allem als Theatermusikerin und Teil des Duos Me & My Drummer bekannt geworden. Nachdem das Duo sich 2018 aufgelöst hat, tritt sie vor allem solo auf. Außerdem gründete sie gemeinsam mit Max Gruber (Drangsal), Julian Knoth (Die Nerven) und Thomas Götz (Beatsteaks) die Band Die Benjamins. Jetzt hat Charlotte Brandi mit "Fischtage" ihren ersten Roman veröffentlicht – über den sprechen wir heute auf radio3 mit ihr.

    BBC Broadcasting House in London © PA Wire/James Manning / picture alliance/dpa
    PA Wire/James Manning / picture alliance/dpa

    - Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in England: die BBC

    Seit einiger Zeit schon wird in Deutschland die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk lauter: Er sei zu teuer, würde nicht genügend die Meinungsvielfalt in der Gesellschaft abbilden und auf das neue digitale Zeitalter nicht angemessen ausgerichtet sein. Wie sieht es in anderen europäischen Ländern aus? Anlässlich des 75. Jubiläums der ARD fragen wir auf radio3 unsere Korrespondenten - ein Netzwerk, das uns ermöglicht, Perspektiven aus anderen Ländern in unser Programm zu holen. Heute geht es um die BBC - die Mutter aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Vorbild für die ARD. Was sie zum Vorbild macht und warum sie in der Kritik steht, besprechen wir mit unserem Korrespondenten Christoph Prössl.
    ARD Doku: "75 Jahre. Das Erste!" © HR/NDR/ARD/Janis Röhlig
    HR/NDR/ARD/Janis Röhlig

    - Dokumentation "75 Jahre. Das Erste!"

    Die ARD wird 75 - und das feiern wir in dieser Woche auf radio3. Für die Doku "75 Jahre. Fürs Erste!" führt die "Tagesschau"-Moderatorin Susanne Daubner zusammen mit Stars wie Maren Kroymann, Lars Eidinger oder Reinhold Beckmann durch ein Dreivierteljahrhundert öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Diese Reise führt zu legendären Fernsehmomenten und journalistischen Highlights, aber auch zu den großen gesellschaftlichen Debatten und Auseinandersetzungen. Frank Diederichs ist Regisseur und einer der Autoren von "75 Jahre. Fürs Erste!" und mit ihm sprechen wir jetzt hier auf radio3 über den Film und die ARD.
    Andrea Franke, Schulleiterin der Willy-Brandt-Schule in Berlin-Wedding © IMAGO / Mike Schmidt
    IMAGO / Mike Schmidt

    - Heute wurde der Deutscher Lehrkräftepreis 2024 verliehen

    "Wenn Lehrkräfte über sich hinauswachsen", so das Motto der Verleihung des Deutschen Lehrkräftepreises, dann können sie dafür ausgezeichnet werden. Zehn Lehrkräfte, drei Schulleitungen und fünf Lehrkräfte-Teams aus sieben Bundesländern sowie eine Deutsche Auslandsschule werden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Was ist notwendig dafür? Andrea Franke, Schulleiterin der Willy-Brandt-Schule in Berlin-Wedding, ist eine der Preisträgerinnen und wurde heute als Lehrkraft 2024 ausgezeichnet. Mit ihr sprechen wir über das, was sie als Verantwortliche einer Oberschule mit über 600 Schüler*innen bewegt.
    Dresdner Fernsehturm ragt aus dem Morgennebel © picture alliance/ dpa/ Matthias Hiekel
    picture alliance/ dpa/ Matthias Hiekel

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit ein bis zwei charakteristischen Rubriken, die seine jeweilige regionale Identität widerspiegeln. Damit werden die Vielfalt und Regionalität des ARD-Netzwerks auf besondere Weise gefeiert. Auch wenn "der Osten" sich zu dieser Senderfamilie viel später gesellte, Westfernsehen wurde auch dort gern und viel gesehen. Und nicht ohne erheblichen Aufwand, denn nicht überall war der Empfang möglich. Ein Ringtausch-Beitrag von Siegfried Stadler vom MDR.
    Marine Le Pen schuldig gesprochen © picture alliance / AP/ Thibault Camus
    picture alliance / AP/ Thibault Camus

    - Marine Le Pen schuldig gesprochen

    Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen darf voraussichtlich nicht zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten. Ein Gericht in Frankreich verurteilte sie heute wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder in ihrer Zeit als EU-Abgeordnete zu einer vierjährigen Haftstrafe, zwei davon auf Bewährung, die anderen beiden können durch das Tragen einer Fußfessel abgebüßt werden. Die Richter schließen sie von allen öffentlichen Ämtern aus. Auch weitere Mitglieder ihrer Partei Rassemblement National wurden schuldig gesprochen. Wie wurde das Urteil in Frankreich aufgenommen? Und was bedeutet es für die französische Politik? Darüber sprechen wir mit dem Korrespondenten von Radio France International, Pascal Thibaut.
    Bernhard Schrammek (Foto: Karo Krämer)
    Karo Krämer

    - mit Bernhard Schrammek

    Norddeutsche Barockmusik +++ Neue CD: Geistliche Musik aus der Sammlung Georg Österrreichs mit Musica Gloria +++ Komplettierung der Gesamteinspielung der Orgelwerke von Buxtehude durch Friedhelm Flamme +++ Magnificat-Serie: Dietrich Buxtehude +++ viel Musik von Buxtehude
    Hanna Salzenstein: Concerti per violoncello © Mirare
    Mirare

    - Album der Woche: Hanna Salzenstein - Concerti per violoncello

    Die Pariser Cellistin Hanna Salzenstein ist vielseitig. Ihr Barockquartett Le Consort genießt internationales Ansehen. Zugleich interpretiert sie auf dem modernen Violoncello Werke aus Klassik und Romantik. Im vergangenen Jahr hat sie ihr Solo-Debüt mit Kammermusik aus der Frühzeit ihres Instruments vorgelegt. Nun erscheint ihr Album "Concerti per violoncello" mit frühen italienischen Orchesterwerken - unser "Album der Woche". Rainer Baumgärtner hat mit Hanna Salzenstein gesprochen und stellt das Album vor.
    radio3 Klassiksplits © Colourbox/ Montage: radio3/Christine Schöniger
    Colourbox/ Montage: radio3/Christine Schöniger

    - Dmitri Schostakowitsch - Sinfonie Nr. 10

    Will man eine Vorstellung davon bekommen, wie sich Menschen in Diktaturen fühlen, zwischen Anpassung an und Aufbegehren gegen das System, zwischen Horror, Angst und vielleicht auch kleinen Freuden und Aufmüpfigkeiten, die es im Alltag gibt, dann kann man sich zum Beispiel Musik von Dmitri Schostakowitsch anhören. Seine Musik erzählt so viel, dass das Zentralkomitee der KPdSU mal seine Werke verboten, geächtet hatte. Dann wiederum wurde Schostakowitsch als „erster Komponist der Sowjetunion“ gefeiert. Von seiner Symphonie Nr. 10 erzählt Carolin Pirich im Klassiksplit.
    Massimo Maio und Steffen Kopetzky im radio3-Studio; © Janin Lenk
    Janin Lenk

    - Steffen Kopetzky - der Schriftsteller im Gespräch zu seinem Roman "Atom"

    Steffen Kopetzky hat schon lange eine Vorliebe für geopolitische Fragen – damals wie heute – die er gern zum Thema seiner Bücher macht. Sein neuer Roman "Atom" spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges - und könnte nicht aktueller sein. Es geht um die geheime Entwicklung einer neuen Wunderwaffe in Deutschland. Vor der Buchpremiere im Kleinen Sendesaal im Haus des Rundfunks am 3. April - radio3 überträgt ab 20.00 Uhr live - sprechen wir mit Steffen Kopetzky über Agentenbücher, die historische SS-Figur Hans Kammler und die heutige Debatte um Wiederaufrüstung.
    Kaveh Akbar: Märtyrer! © Rowohlt
    Rowohlt

    - Kaveh Akbar: "Märtyrer!"

    Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran fokussieren sich in der aktuellen internationalen Gemengelage vor allem auf Gespräche über das iranische Atomprogramm. Trump fordert ein Ende des Atomprogramms, der Iran ziert sich bislang. Der US-iranische Lyriker Kaveh Akbar, Sohn einer amerikanischen Mutter und eines iranischen Vaters, richtet in seinem Debütroman "Märtyrer!" seinen Blick eher auf den Iran der 80er bis in die heutigen USA. Ein Werk über Kunst und Sinnsuche, nominiert für den National Book Award 2024, New York-Times-Bestseller, empfohlen von Barack Obama und Natalie Portman und jetzt auch auf Deutsch erschienen. Arno Orzessek hat es gelesen.

    Auf meinem Nachttisch: Der Künstler HA Schult (© picture alliance/dpa/David Inderlied) liest "The Medium Is The Message" (© Gingko Press); Montage: radio3
    Gingko Press | picture alliance/dpa/David Inderlied

    - 75 Jahre ARD - Der Ringtausch

    Seit 75 Jahren prägt die ARD das Mediengeschehen in Deutschland und steht für unabhängigen Journalismus, regionale Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. In dieser Woche feiern wir dieses Jubiläum. Die Kulturwellen der ARD verbinden sich über einen "Ringtausch" miteinander. Jeder Sender beteiligt sich mit ein bis zwei charakteristischen Rubriken, die seine jeweilige regionale Identität widerspiegeln - von Literaturempfehlungen über kulinarische Spezialitäten bis hin zu Kunstwerken aus der Region.

    Damit werden die Vielfalt und Regionalität des ARD-Netzwerks auf besondere Weise gefeiert. Heute übernehmen wir eine Rubrik des WDR mit dem Titel "Auf meinem Nachttisch", darin stellen Prominente ihre aktuelle Lektüre vor.

    Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © radio3/Gregor Baron
    radio3/Gregor Baron

    - Sollen wir einen Feiertag für mehr Wachstum opfern?

    Deutschland muss seine Infrastruktur sanieren, in den Klimaschutz investieren und das Militär aufrüsten, dafür wurden vor kurzem Milliarden-Schulden aufgenommen. Für zahlreiche Ökonomen wäre das Sparen, das richtige Instrument, um Haushaltslöcher zu stopfen. Der Deutsche Handwerksverband fordert jetzt, einen gesetzlichen Feiertag zu streichen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Verbandschef Jörg Dittrich sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", "das brächte ein paar Milliarden". Nach seinen Worten werde man nicht darum herumkommen, "uns auf eine Liste der Grausamkeiten zu verständigen“. Sollen wir einen Feiertag für mehr Wachstum opfern? Unsere "Frage des Tages" geht an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.
    Gerd Poppe, DDR Oppositioneller; © imago-images.de/Christian Thiel
    imago-images.de/Christian Thiel

    - DDR-Bürgerrechtler Gerd Poppe ist tot

    Am vergangenen Samstag ist Gerd Poppe gestorben - eine der wichtigsten Persönlichkeiten des Widerstands gegen die kommunistische Diktatur in der DDR. Der studierte Physiker gehörte zu den Vordenkern der Freiheitsrevolution von 1989. Trotz jahrelanger Reiseverbote hielt er Kontakte auch zu den ostmitteleuropäischen Oppositionellen aufrecht. Nach der friedlichen Revolution war er Minister ohne Geschäftsbereich der DDR, später Politiker bei Bündnis 90/Die Grünen und erster Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe. Über seine Verdienste im Kampf gegen die SED-Diktatur und seinen Einsatz als Menschenrechtler sprechen wir auf radio3 mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk.
    DT: Hospital der Geister © Armin Smailovic
    Armin Smailovic

    - Deutsches Theater: "Hospital der Geister" nach Lars von Trier

    "Nächstenliebe", "Barmherzigkeit" - unter diese Eigenschaften stellte der preußische König Friedrich Wilhelm I. 1727 ein ursprünglich als Pesthaus gegründetes Gebäude und gab ihm den französischen Namen "Charité": heute das älteste Krankenhaus Berlins und eine der größten Universitätskliniken Europas. Aber dass auch in Krankenhäusern nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, das konnte man am Samstagabend nur wenige Meter von der Charité entfernt im Deutschen Theater erleben. Das Stück "Hospital der Geister" nach der dänischen Serie von Lars von Trier feierte dort Premiere. Barbara Behrendt war dabei.

    Joachim Breuninger, Direktor Deutsches Technikmuseum Berlin © picture alliance/dpa | Sven Hoppe
    picture alliance/dpa | Sven Hoppe

    - Kulturartefakte im Weltraum: Lilienthal-Medaille reist ins All

    Mozarts berühmte Arie der Königin der Nacht aus der Oper "Die Zauberflöte" reist seit 1977 auf einer Kupfer-Datenplatte durchs Weltall - gedacht als musikalischer Gruß an exterrestrische Lebensformen. Heute wird ein Stück Technikgeschichte aus Berlin ins All geschickt: und zwar eine Otto- Lilienthal-Medaille aus dem Technikmuseum. Pilotin der Space-X -Kapsel ist die Elektroingenieurin Rabea Rogge, die heute als erste deutsche Frau im Rahmen der Mission "Fram 2" ins All fliegt. Warum sie gerade diese Lilienthal-Gedenk-Medaille mit an Bord nimmt, darüber sprechen wir mit dem Direktor des Deutschen Technikmuseums, Joachim Breuninger.

    Rabea Rogge, Elektroingenieurin © melter.ch/Peter Balicki / picture alliance/dpa
    melter.ch/Peter Balicki / picture alliance/dpa

    - Rabea Rogge: Erste deutsche Frau startet ins All

    Heute Nacht deutscher Zeit startet die Berlinerin Rabea Rogge als erste deutsche Frau ins Weltall. Die Mission namens "Fram2" wird vom chinesischen Kryptomilliardär Chun Wang finanziert, der sich dafür ein Dragon-Crew-Raumfahrzeug von SpaceX gechartert und drei weitere Personen auf den Flug eingeladen hat. Drei bis fünf Tage lang werden sie auf der polaren Umlaufbahn die Erde umkreisen. Da bislang alle deutschen Astronauten Männer waren, gilt dieser Start schon jetzt als historisch. Massimo Maio spricht darüber mit der Luft- und Raumfahrtingenieurin Claudia Kessler. Sie ist eine der wenigen weiblichen Führungskräfte in der Raumfahrt und hat 2017 die Stiftung "Die Astronautin" gegründet, mit der sie die erste deutsche Frau auf die ISS bringen will.
    Richard Chamberlain © picture alliance/STORY/Guido Frebel
    picture alliance/STORY/Guido Frebel

    - US-Schauspieler Richard Chamberlain ist tot

    Weltberühmt wurde er als Pater Ralph in der Verfilmung von "Die Dornenvögel" und mit seiner Rolle in der TV-Abenteuerserie "Shogun". Nun ist der US-Schauspieler Richard Chamberlain gestorben. Er wurde 90 Jahre alt. Ein Nachruf von unserer US-Korrespondentin Katharina Wilhelm.
    Gisèle Freund, Fotografin © akg-images/Marion Kalter / picture alliance/dpa
    akg-images/Marion Kalter / picture alliance/dpa

    - 25. Todestag: Gisèle Freund

    Heute vor 25 Jahren starb die deutsch-französische Fotografin Gisèle Freund. Sie war eine der großen Porträtfotografinnen des vergangenen Jahrhunderts. Birgit Sagemann berichtet.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Die Ku'damm-Saga geht in die nächste Runde

    Es wird wieder getanzt in der Tanzschule Galant auf dem Kurfürstendamm. Zumindest in der fiktiven Serie "Ku'damm". Denn nach "Ku'damm 56", "Ku'damm 59" und "Ku'damm 63" geht die Serie um Familie Schöllack in eine vierte Staffel. Aktuell laufen in Berlin die Dreharbeiten für die vierte Staffel: "Ku'damm 77". Anna Wollner war bei den Dreharbeiten in der Richard-Wagner-Straße dabei.

    Wiglaf Droste; Foto: privat
    privat

    - Wiglaf Droste: Alles gut!

    Gelesen von Wiglaf Droste.
  • radio3 Konzert; © radio3
    radio3

    - radio3 Konzert - 30.03.2025

    Entdecken Sie die ganze Vielfalt der Musiklandschaft in Berlin und Brandenburg. Erleben Sie aktuelle Live-Aufnahmen aus der Berliner Philharmonie oder dem Konzerthaus Berlin sowie dem Nikolaisaal in Potsdam, von den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci oder aus der Uckermark.

    Kaweh Niroomand, Berlin Recycling Volleys; © Pressefoto Andreas Gora
    Pressefoto Andreas Gora

    - Kaweh Niroomand, BR Volleys

    Schon früh hat Kaweh Niroomand Verantwortung übernommen. Erst für sich selbst, als ihn seine Eltern mit 12 Jahren allein aus Teheran nach Deutschland schickten. Dann als Klassensprecher, Schulsprecher und Mannschaftskapitän, weil er gern mitbestimmte. Heute trägt Kaweh Niroomand als Manager Verantwortung für eins der erfolgreichsten Volleyball-Teams in Deutschland, die BR Volleys, die seit Jahren an der Spitze der Volleyball-Bundesliga spielen.

    Für sein Engagement über den Volleyball hinaus wurde er im vergangenen Jahr mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Katrin Heise spricht mit ihm über Ehrenämter, über die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft und seine Idee, die olympischen Spiele nach Berlin zu holen.

    Max Liebermann: Blumenstauden am Gartenhäuschen nach Osten © picture alliance/ akg-images
    picture alliance/ akg-images

    - Wie sich alles verdichtet in Blumen

    Seine letzten Jahre verbringt der Berliner Maler Max Liebermann in seinem Haus am Wannsee. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten muss er als Jude sein Amt als Präsident der Akademie der Wissenschaften aufgeben. Sein Spätwerk ist geprägt von der Natur und der Schönheit seines Gartens, während das Leben der Familie unter dem Regime immer mehr bedroht wird. Mit Veronika Bachfischer, Martina Gedeck u.a.// Text Ruth Johanna Benrath// Musik & Regie Ulrike Haage// Produktion rbb/DLF 2022

    Podcast | Claudio Abbado © Cordula Groth
    Cordula Groth

    - Abbado, der Schüchterne. Kann es introvertierte Dirigenten überhaupt geben? (13/26)

    Ein Dirigent hat immer das letzte Wort. Was aber, wenn er fast gar nichts sagt?! Claudio Abbado, der Wortkarge und In-sich-Zurückgezogene, war der vielleicht erste Dirigent überhaupt, der seine Schüchternheit ausstellte – und musikalischen Nutzen daraus zog. Das kann man durchaus als Mirakel ansehen. Denn wer wäre ihm darin gefolgt?!

    Lebenswelten © radio3
    radio3

    - Im Dienste Allahs für das Gemeinwohl

    Sie räumen den Silvestermüll weg und kochen für die ganze Gemeinde zum Fastenbrechen im Ramadan. Sie geben Lebensmittel an Bedürftige aus und hören beim Dienst in der Telefonseelsorge stundenlang geduldig zu. Musliminnen und Muslime, die sich ehrenamtlich betätigen, glauben, dass Allah sie im Jenseits dafür belohnt. Vor allem den Frauen eröffnet der Einsatz für das Gemeinwohl aber schon im Diesseits auch Möglichkeiten zum Empowerment.

    Klassik für Kinder © radio3
    radio3

    - Musikgeschichten und ein kniffliges Rätsel für wache und schlaue Ohren

    Warum muss ein Prinz einen Riesendrachen in dessen Höhle aufsuchen? (Musikmärchen von Christian Peitz, Teil 1.) Was passiert mit Carnen in der Oper von Georges Bizet? Wie klingen Zaubertöne auf der Querflöte? Zu gewinnen gibt es das Buch:"Post von Püppi - eine Begegnung mit Franz Kafka" von Bernadette (NordSüd Verlag).
    Klassik für Kinder © radio3
    radio3

    - Klassik für Kinder - 30.03.2025

  • The Voice © radio3
    radio3

    - Der Sound des Erlend Øye

    Der Norweger Erlend Øye hat mal in Berlin gewohnt, reiste um die Welt und ist vor einigen Jahren in Italien gelandet. Dort hat er mit drei lokalen Musikern die Band La Comitiva gegründet. Davor hat er mit den Kings of Convenience folkige Songs auf großen Bühnen gespielt und mit seinem Projekt The Whitest Boy Alive seine Gitarre mit clubbigen Sounds kombiniert. Wir erkunden heute all die Sounds, die in seiner Welt entstanden sind.
    radio3 (Quelle: rbb)
    rbbKultur

    - ARD Oper - 29.03.2025

    Holzapfels Klassik; © radio3

    - Holzapfels Klassik - 29.03.2025

    Comenius Garten in Rixdorf, mit Comenius-Denkmal, Berlin-Neukölln; © picture alliance/Global Travel Images/Jürgen Held
    picture alliance/Global Travel Images/Jürgen Held

    - Draußen ist für alle da - Parks und Gärten in Berlin

    +++ Geheimtipp für Menschen auf der Suche nach Ruhe: der „Leise-Park“ im Prenzlauer Berg +++ Unterwegs für ein gutes Miteinander: „Parkläufer“ sorgen für Ordnung am Berliner Weißensee +++ Gespräch mit Tillmann Wagner, Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofsbands Stadtmitte, über Friedhöfe als Erholungsorte +++ Verstecktes Kleinod in Berlin-Neukölln: Natur und Philosophie im „Comenius-Garten“ +++ 40 Jahre Britzer Garten - Gespräch mit dem Betriebsleiter Osama Ahmad +++

    Generation Klassik © radio3
    radio3

    - Generation Klassik

    In der ersten Ausgabe geht es Carolin Pirich um zeitlose Töne in turbulenten Zeiten. Wie viel Heute steckt in Hochkultur? Wie prägt die persönliche Perspektive das Spiel - und hat die Generation Klassik das Korsett der Kontinutät aufgeschürt? Zwei Stunden über Klang, Transformation und die Tiefe des Moments.
    Musik aktuell © radio3
    radio3

    - Chorsymphonische "Frühlingsmusik" im Kammermusiksaal

    Heute Abend gibt es „Frühlingsmusik“ im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin. Chor- und Orchesterwerke von Händel, Bizet, Mendelssohn und Luise Adolpha le Beau. Der StudioChor Berlin unter Patrick Orlich hat sich für dieses Konzert musikalische Gäste eingeladen: das Vokalensemble Goldmund, den Marienchor Berlin, Stimmwerk Friedenau und k.o.k., das kreuzberger orchester-kollektiv unter der Leitung Daniel Jochum. Als Gast auf radio3 erzählt Jochum über dieses Konzert und darüber, warum er als Dirigierstudent an der Berliner UdK ein eigenes Orchester gegründet hat.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Kulturtipps fürs Wochenende

    Was ist kulturell los an diesem Wochenende in der Region? Wir haben bei radio3 geschaut, was wir Ihnen in unserem Programm ans Herz gelegt haben und ein paar Tipps zusammengestellt. Vorgestellt von Moritz Reininghaus
    Literatur aktuell © radio3
    radio3

    - Leipziger Buchmesse: ARD-Radiokulturnacht "Unter Büchern"

    Über die Leipziger Buchmesse haben wir schon viel berichtet, doch heute Abend gibt es (kurz vorm Abschluss der Messe) noch einen echten Höhepunkt: die ARD Radiokulturnacht "Unter Büchern". Namhafte Autorinnen und Autoren sprechen über die Themen, die sie bewegen und über die sie schon geschrieben haben. Worum genau es geht, weiß Katrin Schumacher vom MDR, die die Sendung moderieren wird.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Meisterwerrke - Kurt Buchwald: Berliner Traum 1987- 89

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    Satirischer Wochenrückblick; © radio3
    radio3

    - Satirischer Wochenrückblick

    Die wichtigsten Ereignisse der Woche zusammengefasst in André Bochows Wochenrückblick: natürlich satirisch und mit ganz eigenem Blick auf die Höhepunkte dieser Woche. Hier auf radio3.
    Tanz und Theater © radio3
    radio3

    - Theater an der Parkaue: "Scheiblettenkind"

    Was heißt es, in einem bücherfreien Haushalt aufzuwachsen und dafür diskriminiert und ausgegrenzt zu werden? Eva Müller hat in ihrer 2022 erschienen Graphic Novel mit dem Titel "Scheiblettenkind" ihre eigenen Erfahrungen thematisiert. Das Buch, in dem die Schlange der Scham immer wieder nach der Hauptfigur greift, war für den Hamburger Literaturpreis nominiert und wurde mit den Heinrich-Wolgast-Preis 2023 ausgezeichnet. Regisseurin Babett Grube bringt die Coming-of-Age-Geschichte, die von Emanzipation und sozialer Ungleichheit erzählt, nun auf die Bühne des Theaters an der Parkaue.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Neue Ohrenbär-Geschichte als Geburtstagsgeschenk

    Seit über 37 Jahren ist der Ohrenbär, eine der berühmtesten Kindersendungen des rbb, Teil der ARD und damit fast halb so lang dabei, wie die ARD existiert. Denn die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland - so der volle Name - gründete sich Anfang Juni 1950 aus dem Nordwestdeutschen, dem Bayerischen, dem Hessischen und dem Süddeutschen Rundfunk sowie Radio Bremen und dem Südwestfunk und feiert damit in diesem Jahr ihr 75-jähriges Jubiläum. Zu so einem besonderen Geburtstag gibt es natürlich Geschenke. Deshalb hat sich der Ohrenbär-Autor Christian Bartel darüber Gedanken gemacht, was man auch dem Ohrenbär schenken könnte. Morgen erscheint seine Geschichte "Ohrenbär und das Geschenk" als Sonderpodcast zu 75 Jahren ARD. Susanne Papawassiliu spricht darüber mit Christian Bartel.
    Tanz und Theater © radio3
    radio3

    - "Dualidarität" von Avishai Milstein

    Im Gaza-Streifen haben in der letzten Woche immer mehr Palästinenser gewagt, öffentlich gegen die Hamas und gegen den Krieg mit Israel zu demonstrieren. Israel hat dagegen mit einer "Konferenz gegen Antisemitismus" für Schlagzeilen gesorgt. Denn daran nahmen vor allem Rechtsradikale aus ganz Europa teil. Die Lage in Nahost seit dem 7. Oktober 2023 bestimmt nach wie vor die politische Weltlage - aber auch die Kultur. Der israelische Regisseur Avishai Milstein hat das Mini-Drama "DUALIDARITÄT - Ein Anruf unter Raketenbeschuss" entwickelt. Gestern war Premiere im Heimathafen Neukölln. Barbara Behrendt war dabei.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Klassiksplit - Clara Schumann, Variationen auf ein Thema von Robert Schumann

    Was man sagen darf oder auch lieber nicht sagt, das unterliegt im Laufe der Jahrzehnte immer wieder Anpassungen, Veränderungen, Mode, der Lebendigkeit der Sprache. Oder Ideologien. US-Präsident Donald Trump zum Beispiel möchte jetzt verfügen, dass unter anderen die Worte "Inklusion" und "Rassimus" aus Papieren der US-Regierung verschwinden. Auch soll skurrilerweise das Wort "Frau" getilgt werden. Nicht nur deshalb gibt es heute im Klassiksplit Musik von Clara Schumann.
    Der Stichtag; © radio3
    radio3

    - 130. Geburtstag von Ernst Jünger

    Am 29. März 1895 - heute vor 130 Jahren - wurde in Heidelberg der Schriftsteller, Insektenkundler und Soldat Ernst Jünger geboren. Michael Kruse berichtet.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - Spot, der Roboter-Hund, soll englische Bauwerke retten

    Die staatliche britische Denkmalpflege kümmert sich um etwa 500.000 unter Schutz gestellte Denkmäler. Seit Neuestem mit Unterstützung eines Roboters. "Spot" wurde von Boston Dynamics entwickelt und sieht fast ein bisschen aus wie ein echter Hund. Mit seinen vier Beinen ist er besonders wendig, soll bei Notfällen, etwa in eingestürzten Gebäuden, zum Einsatz kommen und ein Auge auf den Zustand der Gemäuer haben. Aus London berichtet Franziska Hoppen.
  • radio3 Konzert; © radio3
    radio3

    - radio3 Konzert - 28.03.2025

    Entdecken Sie die ganze Vielfalt der Musiklandschaft in Berlin und Brandenburg. Erleben Sie aktuelle Live-Aufnahmen aus der Berliner Philharmonie oder dem Konzerthaus Berlin sowie dem Nikolaisaal in Potsdam, von den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci oder aus der Uckermark.

    Auftakt; © radio3
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    - Auftakt - 28.03.2025

    Kultur aktuell; © radio3
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    - Hamlet als Rock-Vaudeville - Premiere am Staatstheater Cottbus

    "Hamlet - Ein irres Rock-Vaudeville nach der Musik von den Tiger Lillies" feiert am Samstag im Cottbusser Staatstheater Premiere. Begleitet von Musik der britischen Straßen-Band Tiger Lillies wird William Shakespeares "Hamlet" in die Zeit der deutschen Wendejahre versetzt. Wie das zusammen passt, das hat Sylvia Belka-Lorenz sich bei den Proben angeschaut.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - "120 Jahre Brücke" - mit 120 Lieblingsbildern

    Vor 120 Jahren wurde die Künstlergruppe "Die Brücke" gegründet. Zum Jubiläum werden 120 Werke des Brücke Museums gezeigt, ausgewählt von 120 Berlinern. Barbara Wiegand hat die Ausstellung gesehen.
    Kultur aktuell; © radio3
    radio3

    - US-Museen unter Druck

    US-Präsident Trump ist unzufrieden damit wie die Geschichte derzeit in amerikanischen Museen dargestellt wird: „Das unvergleichliche Erbe unserer Nation ... wurde als rassistisch, sexistisch, unterdrückerisch dargestellt“, heißt es in einem Dekret das gestern veröffentlicht wurd. Vizepräsident J.D. Vance soll sich jetzt darum kümmern, dass Museen wie das Smithonian, oder das „National Museum of African American History and Culture“ ihre Ausstellungen so umgestalten, dass sie dem Geschichtsbild der neuen Regierung entsprechen. Zu diesem Eingriffen gibt es Kritik nicht nur in den USA. Auch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verurteilt die Pläne von Trump. Wir sprechen mit Stiftungspräsident Hermann Parzinger.
    Literatur aktuell © radio3
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    - Wie prägt der Ukraine-Krieg die Leipziger Buchmesse?

    Die Leipziger Buchmesse legt traditionell einen Fokus auf Osteuropa. Das bedeutet, dass auch der Ukraine-Krieg ein Rolle spielt - in Büchern, Diskussionen und Begegnungen am Messestand. Der Sachbuchpreis der Buchmesse ging gestern an die russische Autorin und Grafikerin Irina Rastorgueva für ihr Buch "Pop-Up-Propaganda". Ihre Dankesrede nutzte sie für einen Aufruf, die Ukraine nicht zu vergessen: "Wir müssen alles tun, um die Ukraine zu schützen", sagte sie. Unsere Autorin Natascha Freundel berichtet für uns darüber, wie das politische Geschehen sich auf die Buchmesse auswirkt.
    Literatur aktuell © radio3
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    - Simon Stranger: "Museum der Mörder und Lebensretter"

    Bücher über Familiengeschichten im Nationalsozialismus gibt es in Deutschland in scheinbar unbegrenzter Zahl. Literatur dazu aus Norwegen ist hier eher noch ungewöhnlich. Der Norweger Simon Stranger hat sich mit gleich zwei Romanen über seine Familie auf die Spuren der nationalsozialistischen Besatzung in Norwegen gemacht und und dabei die Zerrissenheit des Landes zwischen Widerstand und Kollaboration schmerzhaft aufgedeckt. Zugleich ist er aber u.a. auch als Autor gesellschaftskritischer Kinder- und Jugendromane in Norwegen bekannt. Irène Bluche stellt zum heutigen Erscheinungstermin von "Museum der Mörder und Lebensretter" Simon Stranger vor.
    Musik aktuell © radio3
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    - 10 Jahre Stegreif Orchester

    Seit zehn Jahren gibt es inzwischen das Stegreif Orchester. Gegründet wurde es im Berliner Radialsystem, das sich als Ziel gesetzt hat, die konventionell klassischen Konzertformen aufzubrechen. Und dies gelingt dem Stegreif Orchester ganz besonders, denn sie spielen klassische Stücke von Beethoven, Schubert oder Mahler ganz aus dem Geist der Gegenwart. Sie mixen in die Originalkompositionen unterschiedliche Musikstile oder improvisieren auch ganz frei und bewegen sich dabei durch den Raum. Das Stegreif Orchester feiert seinen Geburtstag mit einer fünfteiligen Konzertreihe. Den Auftakt macht Beethovens Eroica. Zu hören am Samstag und Sonntag im Delphi-Theater in Berlin Weißensee. Tomas Fitzel war bei einer Probe.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Der Blick eines Vielreisenden auf Europa - Jaroslav Rudis

    Was macht Europa aus? Wo fängt Europa an und wo endet es? Und wo sind die verbindenden Momente? Gibt es etwas, das die Menschen in diesem weitläufigen Raum zusammenhält - jenseits von Bürokratie und den aktuellen Forderungen nach gemeinsamer Aufrüstung? Wir senden daher auf radio3 in loser Reihe "Europa, mon amour?". Heute sprechen wir mit dem Schriftsteller, Vielreisenden und europäischem Brückenbauer Jaroslav Rudis über seinen Blick auf Europa.
    Kultur aktuell; © radio3
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    - Eine Fahrt im Speisewagen der tschechischen Bahn

    Er ist eine fahrende Legende und ein echter Trans-Europa-Express: der nostalgische Speisewagen der tschechischen Bahn. Auf der Strecke zwischen Berlin und Prag, manchmal auch schon ab Flensburg, werden noch Schnitzel geklopft und Bier gezapft. Reisende kommen mit den Kellnern ins Gespräch genau wie mit anderen Gästen. Doch bald ist Schluss mit dem kultigen Knödelexpress. Die fahrende tschechische Kneipe fällt der Modernisierung zum Opfer. In den neuen Zügen wird sie nun nach und nach durch Bordbistros ersetzt. Zum Abschied auf Raten ist unsere Korrespondentin Marianne Allweiss mitgefahren.
    Schalom © radio3
    radio3

    - Schalom

    +++ Was will die Regierung Netanjahu? - Gespräch mit dem Journalisten Richard C. Schneider über die Lage in Israel +++
    Meine Musik © radio3
    radio3

    - Mit Fanny Tanck

    Libertas und andere Utopien
    Georges Bizet © Bru Zane
    Bru Zane

    - Georges Bizet - Bru Zane Portraits (Vol. 6)

    George Bizet gehört zu den meistaufgeführten Opernkomponisten der Welt – und diesen Ruhm hat er fast ausschließlich seiner "Carmen" zu verdanken. Dabei gibt es noch viel mehr von ihm zu entdecken. Zum 150. Todestag hat das Label Palazetto Bru Zane nun ein umfangreiches klingendes Bizet-Porträt herausgegeben – eine Anthologie auf vier prall gefüllten CDs. Wohlbekanntes oder spannende Neuentdeckungen? Matthias Käther stellt die Edition vor.
    Oliven, Tomaten und Olivenpaste © IMAGO / YAY Images
    IMAGO / YAY Images

    - Esskultur: Sommer im Glas - Oliven und getrocknete Tomaten

    Der Frühlingsanfang ist bekanntlich arm an regionalem Obst und Gemüse. Wer von Lagerware genug hat und sich nach dem langen Winter nach sommerlichen Gerichten sehnt, kann mit Oliven und getrockneten Tomaten vielen Gerichten eine warme und würzige Note verleihen. Elisabetta Gaddoni verrät ihre Lieblingsrezepte rund ums eingelegte Gemüse.
    Dominik Wendland; © Magdalena Jooss
    Magdalena Jooss

    - Dominik Wendland bekommt Berthold-Leibinger-Comicbuchpreis

    Wie lebt es sich, wenn Selbstoptimierung zum Normalzustand wird? Der Münchner Comickünstler Dominik Wendland zeichnet gerade einen Comic, der genau das zum Thema hat. Dafür wurde er in dieser Woche mit dem renommierten Berthold-Leibinger-Comicbuchpreis. "Immer alles anders" heißt der Comic, der Ende des Jahres erscheint. Am Sonntag stellt Dominik Wendland sein Projekt auf dem schwarzen Sofa auf der Leipziger Buchmesse vor und heute schon bei radio3.
    Oliver Haffner, Regisseur © Ella Knorz / if… productions
    Ella Knorz / if… productions

    - "Rosenthal" - Regisseur Oliver Haffner zu seinem Biopic über den Showmaster

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    Die Autorin Kristine Bilkau wird für ihren Roman "Halbinsel" (Luchterhand) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik ausgezeichnet; © picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt
    picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt

    - Kristine Bilkau gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse

    Kristine Bilkau hat gestern für ihren Roman "Halbinsel" den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten - sehr zur Freude unserer Literaturkritikerin Anne-Dore Krohn. Das Buch gehörte nämlich zu ihren Favoriten. Die Jury lobte es als sensibel gebauten Roman über emotionale Altlasten, über Großzügigkeit und das Geschäft mit dem Klima-Gewissen. Anne-Dore Krohn berichtet für uns von der Preisverleihung.
    Die Frag des Tages – Nicole Diekmann © radio3
    radio3

    - Kann Friedrich Merz als Kanzler noch glaubwürdig sein?

    Die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD werden heute fortgesetzt, nachdem die Arbeitsgruppen am Mittwoch ihre Ergebnisse vorgelegt hatten. In wichtigen Fragen allerdings zeichnet sich schon jetzt ab, dass eine Einigung schwierig wird, vor allem beim Thema Migration. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf eine harte Linie angekündigt, die SPD geht jedoch in zentralen Punkten nicht mit. Der Streit um Asylverfahren und Sozialleistungen könnte den CDU-Vorsitzenden nach der Lockerung der Schuldenbremse zum zweiten Mal zwingen, seine Positionen grundlegend zu ändern. Kann Friedrich Merz noch ein glaubwürdiger Kanzler sein? So lautet unsere Frage des Tages. Es antwortet die Journalistin Nicole Diekmann.
    Rundfunkchor Berlin u. Flying Steps: "Flying Mozart" © Gianmarco Bresadola
    Gianmarco Bresadola

    - "Flying Mozart": 3. Jubiläumskonzert zum 100. Bestehen des Rundfunkchors

    Der Rundfunkchor Berlin hat sich zu seinem 100. Geburtstag etwas Besonderes ausgedacht. In der Produktion "Flying Mozart" teilen sich die Sängerinnen und Sänger die Bühne mit dem preisgekrönten Berliner Breakdance-Ensemble "Flying Steps". Was Mozarts Requiem mit urbaner Tanzkunst verbindet, darüber spechen wir mit Rachel Sophia Dries, der Chordirektorin der Rundfunkchors Berlin.
    Wolf Gregis; © Frank Taszarek
    Frank Taszarek

    - Koalitions-verhandlungen: Debatte um die Wehrpflicht

    Im Juli 1956 trat unter dem damaligen Kanzler Konrad Adenauer die Wehrpflicht in Kraft. Er setzte sie damals gegen großen Widerstand in Politik und Gesellschaft durch. 2011 wurde diese Wehrpflicht unter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ausgesetzt, aber nicht abgeschafft. D.h. sie ist immer noch im Grundgesetz verankert. Angesichts der internationalen Lage wird deshalb in den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD derzeit über eine Rückkehr zur alten Wehrpflicht diskutiert.Die Union ist dafür. Die SPD bevorzugt das sogenannte schwedische Modell. Danach werden alle nach ihrer Fitness und Motivation befragt - Männer verpflichtend, Frauen freiwillig. Die Geeignetsten und Motiviertesten würden dann eingezogen werden. Über diese Debatte spricht Anja Herzog mit dem Veteranen und Afghanistan-Experten Wolf Gregis. Er hat in seiner Zeit als Bundeswehrsoldat u.a. in Afghanistan gedient und betreibt den Podcast "Helm ab - Der Veteranencast".

    Stein mit Aufschrift: Denkmal für die ermordeten Juden Europas; © picture alliance/CHROMORANGE/Michael Bihlmayer
    picture alliance/CHROMORANGE/Michael Bihlmayer

    - 20 Jahre Holocaust-Denkmal - Jubiläumsfeier

    Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Holocaust-Mahnmals hat die "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas" gestern Abend zu einer Feierstunde ins Theater im Delphi eingeladen - u.a. mit der Initiatorin des Denkmals Lea Rosh, der Schauspielerin Dagmar Manzel und der Filmemacherin Britta Wauer. Matthias Bertsch hat den Abend für uns besucht.

    Marc Chagall, Maler © brandstaetter images/Franz Hubmann / picture alliance/dpa
    brandstaetter images/Franz Hubmann / picture alliance/dpa

    - 40. Todestag des Malers Marc Chagall

    Am 28. März 1985 - heute vor 40 Jahren - starb der weißrussische "Maler-Poet" Marc Chagall. Neben Gemälden und Buchillustrationen schuf er Bühnendekorationen und Entwürfe für Glasfenster. Ein Beitrag von Silke Hennig.
    Design Museum London: Splash! – Pamela Andersons Badeanzug aus "Baywatch"; © picture alliance/Luke Hayes/Avalon
    picture alliance/Luke Hayes/Avalon

    - Splash! Schwimmkultur und Bademode im London Design Museum

    Vom biederen Ganzkörperkleid im Viktorianischen Zeitalter bis zum knappen knallroten Badeanzug von Pamela Anderson in der Serie "Baywatch": Auch Bademode sagt erstaunlich viel über den Zustand einer Gesellschaft aus: Vom Körperertüchtigungskult der Nazis, über die Verbannung jüdischer Schwimmer bis zu nach Rassen getrennten Pools in den USA.

    Die Ausstellung "Splash!" im London Design Museum widmet sich nun der politischen Schwimmkultur und reflektiert dafür Vorstellungen von Körperautonomie und -freiheit. Sie erforscht aber auch die Orte, an denen wir schwimmen – den Swimming-Pool, den Strand und die Natur.

    Gabi Biesinger hat die Ausstellung schon gesehen.

Lesung

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  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (24/24)

    Noch einmal kommt Malte Laurids Brigge auf Abelone zu sprechen, die jüngste Schwester seiner Mutter, mit der er sich lange eng verbunden fühlte. Warum hat Abelone ihre Liebe nicht Gott zugewendet, fragt er sich - von dem sie keine Gegenliebe zu befürchten habe. Und damit kommt er zu seiner eigenen Deutung der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn. Für ihn ist sie "die Legende dessen, der nicht geliebt werden wollte". Und sie ist Malte Laurids' eigene Geschichte: Als Junge zog er aus, um sich die Welt zu erobern. Als er nach Hause zurückkehrt, ist er ein anderer geworden…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (23/24)

    Gegen Ende seiner "Aufzeichnungen" kommt Malte auf die Liebe zu sprechen. Und er zieht eine bemerkenswerte Trennlinie: er unterscheidet zwischen "Geliebten" und "Liebenden". Geliebte leben in Gefahr, sagt er. Liebende dagegen leben im Ganzen, in Sicherheit, im Heil. Und er liefert eine Menge Beispiele an mythologischen wie historischen Liebenden und Geliebten. Seine weiteren Schlussfolgerungen sind aber ernüchternd: weder Wünsche noch Ansprüche kann die wahre Liebe dauerhaft erfüllen – im Gegenteil: sie steigert die Einsamkeit und die Sehnsucht.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (22/24)

    Malte Laurids Brigge, ein junger Adeliger, lebt und schreibt im Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihn bewegt die Frage, wie man Gewalt vermeiden beziehungsweise sich ihr entziehen kann. Dabei blickt er auf Ereignisse in der Geschichte – und vergleicht sie mit der seiner Gegenwart. Als historisches Beispiel führt er das Schicksal des Grafen Phöbus an, der seinen Vetter getötet hat. Malte Laurids kommt zum Schluss, dass die Welt schon immer schlecht war – und dass die Zeiten schwer bleiben. Auf der Suche nach seiner eigenen Rolle fragt er sich, ob er nun Zuschauer oder Handelnder ist, "Seiender" oder Schauspieler? Im antiken Theater von Orange findet er zumindest eine Antwort.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (21/24)

    Das Leben der ganz armen Menschen, der "Fortgeworfenen", wie Malte Laurids sagt, steht nur scheinbar im Widerspruch zum Leben großer Herrscher und Heiliger. Sie alle sind für ihn "Ewige". Als Beispiel führt uns Malte das Leben des französischen Königs Karls des Sechsten vor Augen: Er war krank und galt als wahnsinnig, wurde aber trotzdem von seinem Volk geliebt. – Auch Papst Johannes der Zweiundzwanzigste war eine solche Figur, die "Himmel und Hölle irdisch gemacht" hat, wie Malte schildert: eigentlich war er ein großer Wohltäter für die Armen. Doch er fürchtete nichts so sehr wie die Vernichtung seines christliches Reiches…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (20/24)

    Immer wieder ist es das Elend seiner Mitmenschen, das Malte bewegt und zum Reflektieren anregt. In Paris beobachtet er einen Zeitungsverkäufer: seine Art sich zu bewegen, seine Kleidung. Ein einfacher, armer Mann, an dem alle vorübergehen. Malte schämt sich und entwickelt Hochachtung, fast Zärtlichkeit für ihn. "Dass wir doch lernten, vor allem aushalten und nicht urteilen", wünscht er sich.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (19/24)

    Ausführlich beschreibt Malte Laurids Brigge in seinen "Aufzeichnungen" den Untergang Karls des Kühnen. Diesen burgundischen Herzog brachte sein übersteigerter Ehrgeiz zu Fall. Eine faszinierende Figur für Malte Laurids, weil er sein Leben lang "der Gleiche" geblieben war, "hart und nicht zu ändern". Im darauffolgenden Abschnitt seiner Aufzeichnungen beklagt Malte, dass ihm das Lesen schwerfällt. Erfahrungen, die er schon in Sorö machen musste, der königlichen Akademie für Adelige, die er besucht hat. Immer wieder stößt er auf Bücher, die er längst hätte lesen müssen, und auf solche, für die er noch nicht reif ist.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (18/24)

    Einsamkeit ist ein großes Thema für Malte Laurids Brigge. Er erkennt: fast jeder flieht vor der Einsamkeit, sucht Ruhm und Zerstreuung, und bestärkt damit nur die Einsamkeit. In einer weiteren Episode erinnert sich Malte an ein grünes Buch, in dem er als Kind geblättert hat. Zwei schaurige Geschichten sind ihm im Gedächtnis haften geblieben: die vom Untergang Karls des Kühnen - und die vom unrühmlichen Ende des Grischa Otrepjow, einem falschen Zaren. Seine Leiche war vom Volk drei Tage lang zerfetzt worden. Eine zweifelhafte Rolle in der Geschichte spielte wohl die Mutter dieses Herrschers. Malte Laurids fragt sich, ob dieser Mann nicht stärker gewesen wäre, wenn er sich von seiner Mutter losgesagt hätte.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (17/24)

    Ein ausführliches Kapitel widmet Malte Laurids Brigge den Erfahrungen mit seinen Nachbarn. Unweigerlich werden sie Bestandteil des eigenen Lebens. "Ich habe unberechenbare Nachbarn gehabt und sehr regelmäßige", schreibt er. Einer habe Geige gespielt, ein anderer Gedichte rezitiert. Zur Literatur sei letzterer gekommen, weil er eines Tages die Bedeutung von "Zeit" begriffen habe. Malte selbst schreibt viel. Und er registriert sensibel die Geräusche aus dem Zimmer eines benachbarten Medizinstudenten. Er kennt und erwartet diese Geräusche immer wieder – wie man das Rollen eines Büchsendeckels auf dem Boden kennt. Auch wenn der Nachbar, wie gerade eben, übers Wochenende verreist ist…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (16/24)

    Malte Laurids denkt wieder über den Tod nach. Er selbst, der 28-Jährige, hat Angst vor dem Tod. Richtig bewusst wurde ihm dieses Gefühl, als er zusehen musste, wie eine junge Frau in einer Straßenbahn starb. Aber auch schon früher, als sein Hund starb, spürte er Todesangst. Malte vermutet, dass seine große Einsamkeit dieses Angstgefühl nährt. Und er stellt fest, dass Angst immer mehr Angst erzeugt. Schließlich fragt er sich, ob Ängste nicht unser "Eigenstes" sind, und wir uns nur davon entfremdet haben…

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (15/24)

    In früheren Episoden seiner "Aufzeichnungen" hat uns Malte Laurids von seiner Tante Abelone erzählt, der jüngsten Schwester seiner verstorbenen Mutter. Ihr fühlt sich Malte besonders nah. Jetzt erzählt er, dass Abelone die Kindheitserinnerungen ihres Vaters, des alten Grafen Brahe, notieren musste. Der Graf hatte in seiner Kindheit eine Reihe übersinnlicher Erfahrungen gemacht. – In einer weiteren "Aufzeichnung" schildert Malte den Tod seines Vaters, des Jägermeisters Brigge. Malte selbst kommt zu spät, um ihn noch lebend anzutreffen. Sein Vater ist schon aufgebahrt. Ein ungünstiger Moment, wie wir gleich hören werden. Einer der beiden Ärzte möchte Malte offensichtlich loswerden.

    Das Audio ist online bis zum 07.05.2026.

  • Podcast Lesungen | Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge © radio3
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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (14/24)

    Die Welt des Okkulten spielt eine große Rolle in diversen Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Er berichtet von Geistererscheinungen genauso wie von Häusern, von denen er behauptet, sie würden noch stehen. Obwohl sie längst abgebrannt sind. So wie das Schloss der Schulins, das für Malte Laurids und seine Mutter noch immer existiert. Und er erzählt von der Großmutter Schulin, die angeblich "mit den Ohren riechen" kann - ein Feuer, das niemand sieht, das aber doch da ist. Diese Geisterwelt ängstigt Malte. Er spürt die Macht des Unsichtbaren und Unfassbaren, das für ihn die Macht der Menschen übersteigt.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (13/24)

    Mit Abelone zieht die Liebe in die Welt des Malte Laurids Brigge ein. Abelone ist die jüngste Schwester seiner Mutter, und eigentlich mag er seine Tante nicht. Das ändert sich nach dem Tod seiner Mutter. Dann erst wird ihm klar, dass Abelone ihm den "Himmel öffnen sollte", wie er sagt, und er schreibt ihr Liebesbriefe. In seiner Fantasie erkennt Malte Laurids seine heimliche Geliebte in den Szenen bilderreicher Wandteppiche wieder. Und er macht sich zum ersten Mal Gedanken über Mädchen – Mädchen, die in Museen vor solchen Wandteppichen sitzen und sie abzeichnen. Ihn beschäftigt außerdem, wie diese Mädchen versuchen, sich von ihren Familien zu lösen. Und erwachsen werden wollen.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (12/24)

    In mehreren Episoden hat Malte Laurids von seinen Verwandten berichtet: von seinem Cousin Erik etwa, mit dem er gerne befreundet gewesen wäre. Leider starb er früh. Und er erzählt von seiner Großmutter Margarete Brigge, einer hochgewachsenen, unzugänglichen Greisin – wie Malte sich erinnert. Niemand durfte ihr widersprechen, auch nicht ihr Mann, der alte Kammerherr Brigge. Einmal jedoch ließ er sich zu einem Widerwort hinreißen: als sich die Großmutter wieder einmal über Weinflecke auf der Tischdecke ereifern wollte. Und damit den Verursacher tadeln und bloßstellen wollte…

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (11/24)

    Malte Laurids erzählt von seiner Kindheit, seinen Erlebnissen auf Schloss Ulsgaard in Dänemark. Damals erkannte er, wie wichtig Kleidung für das Standesbewusstsein ist – und er berichtet von Verkleidungsspielen vor dem Spiegel, wobei für ihn Abbild und Wirklichkeit durcheinander gerieten - sogar bis zur Besinnungslosigkeit. Regelmäßig bekamen sie Besuch von Dr. Jespersen, dem Prediger. Malte muss sich eingestehen, dass er erst viel später ein Verhältnis zu Gott entwickelt hat. Ein schwieriger Prozess, wie er jetzt findet – für den er die Unterstützung seiner Mutter gebraucht hätte. Sie pflegte ein offensives Verhältnis zur Religion.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (10/24)

    Malte Laurids Brigge und seine Mutter teilen sich das Reich des Wunderbaren: Maman, wie er sie nennt, erzählt von der unheimlichen Erscheinung ihrer verstorbenen Schwester Ingeborg. Und Malte selbst erinnert sich an eine hagere Hand, die ihm aus einer Wand entgegenkam, als er ein kleines Kind war. Ereignisse, über die sich nicht sprechen lässt, wie Malte feststellt, die nur für einen selbst gemeint sind. Mutter und Sohn tauschen, wenn sie ungestört sind, gerne gemeinsame Erinnerungen aus.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (9/24)

    Die Mutter von Malte Laurids Brigge hatte die Fähigkeit, Dinge zu sehen und von ihnen zu sprechen, die den Augen verborgen bleiben. Sie starb früh, und in Maltes Erinnerung konnte sie sowohl sehr ängstlich als auch ausgelassen fröhlich sein. "Vergiss nie, dir etwas zu wünschen", gab sie ihm mit auf den Weg. In Erfüllung gehe zwar keiner, aber es gebe Wünsche, die lange vorhalten, das ganze Leben lang. Jetzt erzählt uns Malte Laurids die Geschichte, die er immer wieder von seiner Mutter hören wollte. Eine Geschichte, die die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits aufhebt.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (8/24)

    Aus 71 unterschiedlichsten Passagen bestehen diese "Aufzeichnungen" eines jungen dänischen Adeligen, der in Paris lebt. Er reflektiert seine Kindheit, seine Erfahrungen in der Großstadt – und seine Ängste. Zuletzt haben wir einen Abschiedsbrief gehört. Malte muss eine Welt hinter sich lassen, die sich rasch verändert – es ist wohl seine eigene Vergangenheit. In der Passage des Romans, in die wir jetzt einsteigen, beschwört er geradezu eine göttliche Macht. Unerträglich scheinen ihm die Gegensätze zwischen Schein und Wirklichkeit, zwischen Leben und Tod, zwischen Stille und Musik.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (7/24)

    Malte Laurids Brigge ist krank. Ängste steigen in ihm hoch – es sind Ängste aus seiner Kindheit, die er längst überwunden zu haben glaubt. Als die Panik nachlässt, wagt er sich wieder auf die Straßen von Paris. Alles beobachtet und erlebt er intensiv: die Gerüche in der Luft, die Gesten der Kellner in den Cafés, die Blicke der Passanten – immer auf der Suche nach etwas Besonderem.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (6/24)

    Malte Laurids Brigge, ein junger dänischer Adeliger, schreibt alles auf. Er schreibt an gegen die Furcht – die Furcht vor dem Elend, vor der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens, vor dem Tod. Damit fühlt er sich ständig konfrontiert in Paris, einer Stadt, die sich um 1900 rasend schnell verändert. Auch ein Arztbesuch schafft ihm keine Erleichterung. Während Malte Laurids stundenlang warten muss, fühlt er sich den anderen wartenden Patienten immer ähnlicher - den "Fortgeworfenen", wie er sie nennt.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (5/24)

    Um der Realität der Großstadt Paris zu entkommen, auch um Begegnungen mit unliebsamen Personen zu vermeiden, geht der junge Malte Laurids Brigge in die Nationalbibliothek. Dort stellt er sich vor, selbst der Dichter zu sein, dessen Werk er gerade liest. Wenn er durch die Gassen der Stadt geht, bedrücken ihn die Häuser. Er sieht Gebäude vor sich, die abgerissen wurden, deren Mauern aber teilweise noch stehen. Das bewegt ihn, denn für ihn erzählen diese Mauern Geschichten ihrer früheren Bewohner.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (4/24)

    Dieser Malte Laurids Brigge – ein junger dänischer Adeliger, der sich um 1900 in Paris aufhält – versucht, seine Furcht zu ergründen. Er erinnert sich an ein Erlebnis in seiner Kindheit: Im Schloss seines Großvaters Graf Brahe war ein Geist erschienen. Während die Familie gemeinsam beim Abendessen saß, tauchte plötzlich Christine Brahe auf, eine längst verstorbene Verwandte. Alle Anwesenden – neben Malte und dem Großvater auch sein Vater und sein Cousin Erik – geraten in Aufruhr. Bis auf Malte Laurids. Er widersteht dem Druck dieser Seltsamkeiten.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (3/24)

    Der 28-jährige Malte Laurids Brigge lebt in Paris und denkt über den Sinn des Lebens nach. Er wird sich seiner Oberflächlichkeit bewusst, und er muss feststellen, dass die Menschen sehr unterschiedliche Vorstellungen von "Gott" haben. So beschließt er zu schreiben, denn – so sagt er – Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle, es sind Erfahrungen. Im folgenden Teil seiner "Aufzeichnungen" taucht er ein in seine Kindheitserinnerungen – und erkennt, wie brüchig das Familienleben war.

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (2/24)

    Malte Laurids Brigge ist ein sensibler Beobachter seiner Umwelt. Der junge Mann verbringt seine Zeit in Paris. Dort fällt ihm das Elend vieler Menschen auf, und er denkt über das Phänomen des Todes nach. Schon als Kind hat es ihn beschäftigt. Damals hat er festgestellt, dass sein Großvater, der alte Kammerherr Christoph Detlev Brigge auf Schloss Ulsgaard in Dänemark, den Tod zwei Monate in sich getragen hatte, bevor er schließlich starb. Doch auch dann ist die Stimme des Todes nicht verschwunden...

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    Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1/24)

    Malte Laurids Brigge ist 28 Jahre alt. Er stammt aus einer dänischen Adelsfamilie. Seine Eltern sind bereits gestorben, und er lebt in Paris, wo er eine Art Tagebuch führt. Präzise notiert er seine Beobachtungen des Alltagslebens in der Großstadt, die sich um 1900 im Umbruch befindet. Die Industrialisierung lockt Menschenmassen an, Armut und Elend sind überall präsent, und so macht sich der junge Mann, der selbst offensichtlich in einer Sinnkrise steckt, Gedanken über den Tod.

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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (31/31)

    Ein paar Tage nach dem Konkurs des Bankhauses Muschler kam es zu einer turbulenten Gläubiger-Versammlung, während der entschieden wurde, wer im gläubigen Ausschuss sitzen sollte. Man munkelte, Karl Weiß, ausgerechnet der skrupellose Architekt. Als Muschler und Otto Mitte aufs Amtsgericht fuhren, um sich die Eintragung der Eigentümergrundschuld anzusehen, musste Muschler feststellen, dass sein Anwalt vergessen hatte, die Eintragung vornehmen zu lassen. Sehr zur Erheiterung von Otto Mitte.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930.

    Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.

  • Podcast Lesungen | Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm © radio3
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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (30/31)

    Fräulein Kohler ging aus Muschlers Bank direkt nach Hause. Sie mußte ihrer Mutter beibringen, dass sie aus dem Mietvertrag rausmüssten. Umziehen in eine kleinere Wohnung. Aber die riesigen Möbel! Ein Mann, den sie bestellt hatten, stellte fest, dass sich eine Versteigerung nicht lohne.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb der 1930er Jahre.

    Das Audio ist online bis zum 31.03.2026.

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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (29/31)

    Zur Eröffnung des Käsebier-Theaters kamen alle, die zur Gesellschaft gehörten. Aber sie kamen unlustig. Stimmung kam nicht auf. Die Zeitungen schickten drittklassige Varietekritiker. Und die Schau fiel durch. Vor allem verübelte man Käsebier, dass er kein politisches Kabarett zeigte. In jenen Tagen. Nach der Veranstaltung schlugen sich draußen auf dem Kurfürstendamm Kommunisten und Nationalsozialisten.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930.

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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (28/31)

    Ende September ging Miermann zu Frächter. Mehr als 300 Mark Gehalt gestand dieser Miermann nicht zu. Miermann ging nach Hause. Weil es auch am Abend noch so heiß war, ging er mit seiner Frau spazieren und sie tranken einen Eiskaffee. Auf dem Rückweg in der Kleiststraße taumelte Miermann und starb auf der Straße.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930.

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  • Podcast Lesungen | Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm © radio3
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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (27/31)

    Miermann erhielt die Kündigung von Frächter. Zuerst wollte er gleich zu ihm gehen, die Kollegen Golisch und Kohler rieten ihm ab, in der ersten Wut loszustürmen. So streikte Miermann und schrieb keinen Artikel mehr und wartete auf die Leserinnen und Leser, die sich erkundigen würden, warum denn kein Artikel mehr von ihm zu lesen wären. Doch es fragte niemand. Selbst dem Verlag war es nicht aufgefallen.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930.

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    Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (26/31)

    Die kleine Tochter des „Augur“ genannten Journalisten, war an Tuberkulose gestauben. Miermann, Golisch und Fräulein Kohler machten sich Vorwürfe, dass sie sich nicht um das kranke Kind gekümmert hatten. Die Trauerrede für die kleine Tochter des Augur hielt Miermann. Es wurde eine Anklage und Beichte über das Verhalten des Einzelnen und der Gesellschaft, die ohne Not dem Egoismus fröne, mit Lügen, mit Betrug. Und sich der Macht gebeugt habe.
    Ilja Richter liest die immer noch sehr aktuelle Satire auf den Berliner Medienbetrieb um das Jahr 1930.

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